Kommentare zu: Wirrwarr bei den Bildungsmilliarden

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3 Kommentare
  • 17.12.2009, 17:22 UhrAnonymer Benutzer: Eckhard Behrens

    Wirrwarr herrscht nur in den Köpfen, die zurück wollen zum kooperativen Föderalismus, der noch nie funktioniert hat und immer nur angestrebt wurde, weil bundeszentralismus schon gar nicht zu erreichen war. Dafür gab es nie Mehrheiten. Denn Einheitlichkeit ist immer nur um den Preis von Qualitätsverschlechterungen in weiten Teilen des bildungswesens zu haben. Wir brauchen Fortschritte in Richtung Freiheit und Wettbewerb der bildungseinrichtungen. Dafür bietet der Politikwettbewerb der bundesländer mehr Chancen als die nivellierende Zentralverwaltung durch den bund.
    bisher ist die Föderalismusreform unvollendet geblieben. Die erste Stufe war richtig. Die zweite Stufe lief in die falsche Richtung, weil sie die Haushaltsautonomie der Länder mit der Schuldenbremse zu sehr einschränkte.
    Die ursprüngliche Aufgabe der zweiten Stufe war, den Ländern die Gesetzgebung über die Steuern, deren Einnahmen ihnen nach dem Grundgesetz zufallen, endlich zuzugestehen. Wir brauchen dafür jetzt eine dritte Reformstufe, die den Ländern endlich Einnahmen-Autonomie gewährt.
    Was wir nicht brauchen, ist eine Töpfchenwirtschaft des bundes mit bürokratischen bewilligungsbedingungen, die die Kreativität der Landesbildungspolitik und der bildungseinrichtungen einengen. Wenn der bund Mittel zuweist, dann bitte mit der Gießkanne, denn die bevorzugung einzelner Ländern dulden die anderen ohnehin nicht. Die Länder zu überwachen, dass das zusätzliche Geld für bildung ausgegeben wird, ist Aufgabe der Landtage und der bürger bei Landtagswahlen. Der bund kann sich darauf beschränken, eine Statistik zu veröffentlichen, aus der sich ergibt, welche Länder das zusätzliche Geld wirklich für bildung zusätzlich investiert haben. Die Kontrolle durch die bürger funktioniert, denn die bildungspolitik entscheidet bekanntlich die Landtagswahlen.
    Eckhard behrens, Heidelberg, www.Ebehrens.de

  • 17.12.2009, 23:20 UhrAnonymer Benutzer: Mariposa

    Als Aussenstehender fragt man sich entsetzt, ob den Gewaltigen überhaupt bewusst ist, dass sie hier über die Zukunft unserer Kinder entscheiden? Das Gezerre um die Verwendung von budgetmitteln hat doch schon Tradition. Da werden Studiengebühren trotz gegenteiliger beteuuerungen dann doch für die Heizkosten verwendet, Mittel für Ganztagsschulen bleiben liegen, weil sich das Kollegium vor Ort nicht so recht entscheiden kann ob man diese denn nun will oder nicht oder wie man sie haben will, da streiten sich Schulamt mit Oberschulamt und Kultusministerum etc, etc. Da gäbe es noch viele beispiele, nützt alles leider nur den derzeitigen Schülern nichts. Und so geht Jahr für Jahr ins Land ohne dass sich Entscheidendes tut. Die Politiker machen ein Konferenz nach der anderen. Hier nützt nur noch die Verantwortung auf wenige Stellen klar zu adressieren. Schulen und Universitäten müssen weitestgehend selbständig entscheiden können und dafür dann aber auch die Verantwortung tragen

  • 20.12.2009, 17:27 UhrAnonymer Benutzer: Esther

    bildung hat leider bei Deutschlands Politiker nur während des Wahlkampfes einen gewissen Stellenwert .
    Sehr ärgerlich ist : daß ausgerechnet die CDU Länder es sind , die bildung an Herkunft knüpfen , Gebühren eingerichtet haben , also längst unglaubwürdig bei diesem Thema geworden sind .
    Und leider ! macht diese unschöne Sache die FDP mit , sie hat sich bisher nicht für freie bildung stark gemacht . Nein - ein gewisser Kreis - die sogenannte Elite ?? - möchte man unterstützen .
    Solch eine Vorgehens - Sichtweise kann sich ein kleines Land wie Deutschland nicht leisten - Deutschland muß auf bildung setzen - nur - wo bleiben Taten - Entwicklungen - dahin ??

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