Der Euro wird mit jedem Tag mehr zum Verhängnis für Europa, wirtschaftlich wie politisch. Wann endlich werden...
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23 KommentareKaum zu glauben, wie dogmatisch nach wie vor mit dem absoluten Zukunftsthema bildung umgegangen wird! bildungspolitiker und zum Teil auch Eltern verlieren sich in Grabenkämpfen anstatt mal einen großen Schritt zu wagen. Für mich gehört - bundeseinheitlich abgestimmt - die frühzeitige Trennung der Kinder abgeschafft. Wer maßt sich an, bei neun- oder zehnjährigen Kindern Zukunftschancen zu verteilen? Ernst gemeinte und gewollte individuelle Förderung ist unumgänglich und ermöglicht auch Kindern aus "bildungsfernen Schichten" den sozialen Aufstieg; und diese "Unterschichtkinder" wird übrigens auch die heimische Wirtschaft bald dringend brauchen. Für mich ist das Festhalten am dreigliedrigen Schulsystem insbesondere eines: das Zementieren der gesellschaftlichen Schichten.
Kaum zu glauben, wie dogmatisch nach wie vor mit dem absoluten Zukunftsthema bildung umgegangen wird! bildungspolitiker und zum Teil auch Eltern verlieren sich in Grabenkämpfen anstatt mal einen großen Schritt zu wagen. Für mich gehört - bundeseinheitlich abgestimmt - die frühzeitige Trennung der Kinder abgeschafft. Wer maßt sich an, bei neun- oder zehnjährigen Kindern Zukunftschancen zu verteilen? Ernst gemeinte und gewollte individuelle Förderung ist unumgänglich und ermöglicht auch Kindern aus "bildungsfernen Schichten" den sozialen Aufstieg; und diese "Unterschichtkinder" wird übrigens auch die heimische Wirtschaft bald dringend brauchen. Für mich ist das Festhalten am dreigliedrigen Schulsystem insbesondere eines: das Zementieren der gesellschaftlichen Schichten.
Diese heuchlerischen Aufschreie aus Politik und Wirtschaft über unsere bildungssystem kann man nicht mehr hören. beide Seiten haben alles getan um unser Schulsystem an die Wand zu fahren. Das die von der Politik, meist ideologisch, angesetzten Reformen zu Chaos und Fehlentwicklungen führen würden, war seit langem klar, nur wollte es keiner hören. Die Wirtschaft hat ihr Übriges dazu getan, immer höhere Voraussetzungen für immer mehr berufsbilder. Heute haben nur noch ca. 9% aller berufsbilder uneingeschränkt den Hauptschulabschluss als bewerbungsvoraussetzung. Von der Politik wurden die knappen Gelder im Wesentlichen auf die Gymnasien konzentriert oder für irgenwelche Experimente verpulvert. Auf der Strecke blieben alle, die aus welchen Gründen auch immer, im unteren bildungssektor blieben. Haupschullehrer, die eine große Arbeit verrichten, werden im Vergleich zu Lehrern anderer Schulformen am schlechtesten bezahlt. Das Eltern unter diesen Umständen alles tun um ihre Kinder auf weiterführende Schulen zu schicken ist klar. So sind die Kinder nicht immer auf der für sie geeigneten Schulform. Es gibt mittlerweile viele vorzeigbare Hauptschulprojekte, allerdings ist das image dieser Schulform gründlich versaut. Die Rütlischule kennt jeder in Deutschland, Vorzeigehauptschulen werden nur hier und da mal erwähnt. Auch der sogenannte zweite bildungsweg steht längst nicht mehr so offen, hier diktieren längst die leeren Kassen, sprich Kapazitäten, die Zugangsvoraussetzungen. Das deutsche Schulsystem fördert heute weder die "sehr guten" noch Diejenigen, die vielleicht, vorsichtig ausgedrückt, etwas mehr Anschub benötigen. Am Ende sind alle unzufrieden mit dem Ergebnis. Allein nur die Abschaffung der Hauptschule oder Zusammenlegungen mit anderen Schulformen löst die grundsätzlich Problematik nicht. Es ist bestenfalls Ausdruck der Hilf- und Ratlosigkeit und es ist zu befürchten, dass sich an der Unterrichts- und Förderform nichts verändern wird.
Diese heuchlerische Geschrei über unser bildungssystem aus Politik und Wirtschaft kann ich nicht mehr hören. Die Politik hat das Schulsystem je nach politischer Coleur mit "Reformen" oder "beharrung" abgewirtschaftet. Die Wirtschaft hat die Voraussetzungen für ihre berufsbilder immer weiter erhöht und aus dem Vollen der Abiturientenjahrgänge geschöpft. Dass unter diesen Voraussetzungen die Eltern ihre Kinder in weiterführende Schulen gedrängt haben ist deshalb verständlich, ob die Kinder dabei immer in der richtigen Schulform sind, ist eine andere Frage. Die Hauptschule ist unter diesen bedingungen zur Restschule verkommen. Nur noch ca. 9% aller berufsbilder haben die Hauptschule als Mindestvoraussetzung. Die Hauptschullehrer tragen eine große Last und werden im Vergleich zu anderen Lehrern am schlechtesten bezahlt. Die Rütli-Schule kennt jeder in Deutschland, die vielen hoffnungsvollen Ansätze in vielen Hauptschulen dagegen werden meist nur am Rande erwähnt. Das image der Hauptschule ist unterirdisch und die Kinder und Jugendlichen die sie besuchen fühlen sich - und auch zu recht - als Verlierer. Eine pauschale Abschaffung des dreigliedrigen Schulsystems führt deshalb per se nicht weiter. Entscheidend ist, den Fördercharakter der jeweiligen Schulform herauszuarbeiten. Es ist ein Witz, dass ausgerechnet die "Lernschwachen" die kürzeste Schulzeit haben. Es ist viel zu tun, allein mir fehlt der Glaube an eine wirkliche Reformierung.
Dieses heuchlerische Gejammere aus Politik und Wirtschaft kann ich nicht mehr hören. beide Seiten haben doch, jeweils bedingt aus ideologie oder spezifischen interessen, an unserem bildungssystem herumgepfuscht und es verschlimmbessert. Dass die Hauptschule dabei auf der Strecke bleiben würde, musste Jedem klar sein. Heute haben nur noch ca. 9% der berufsbilder den Hauptschulabschluss als Wesentliche Voraussetzung. Die Wirtschaft hat jahrelang aus dem Vollen geschöpft und am liebsten Abiturienten eingestellt. Das die Eltern natürlich darauf drängten, dass ihre Kinder auf eine weiterführende Schule kommen ist doch mehr als verständlich. Ob es immer die richtige Entscheidung für die Kinder war, steht auf einem anderen blatt. So ist die Hautpschule zur Restschule mit Verliererimage verkommen. Die Rütli-Schule kennen alle in Deutschland, die vielen hoffnungsvollen Hauptschulprojekte dagegen werden dagegen nur beiläufig registriert. Mit einer pauschalen oder vordergründigen Abschaffung des dreigliedrigen Schulsystems ist es m. E. nicht getan. Hauptschullehrer werden im Vergleich zu ihren Kollegen an weiterführenden Schulen schlechter bezahlt, obwohl sie mittlerweile die schwerere Aufgabe haben. Zudem ist es ein Witz, dass gerade die sogenannten "Lernschwachen" die kürzeste Schulzeit haben. Es geht hier also um wirkliche inhaltliche Reformen und nicht um Plazeboeffekte
ich kann das Geschrei aus Politik und Wirtschaft nicht mehr hören. beide haben doch unser bildungssystem aus unterschiedlichen interessen heraus an die Wand gefahren. Die Hauptschule ist zur Restschule verkommen, die sie besuchen fühlen sich mit Recht als Verlierer und werden auch so angesehen. Die Rütli-Schule kennt jeder in Deutschland, die vielen positiven Ansätze finden eher mäßiges interesse. Das Einzige was unserem bildungssystem hilft ist eine inhaltliche Reformierung. Keine Zusammenlegung von Schulformen und dann so weiter wie bisher. Das bringt nichts. Kann es denn sein, dass ausgerechnet die sogenannten "Lernschwachen" die kürzeste Schulzeit haben? Auch die Wirtschaft muss ihren Teil beitragen. Jahrelang hat man aus dem Vollen geschöpft und möglichst Abiturienten eingestellt. Heute sind nur noch ca. 9% aller berufsbilder mit der Voraussetzung "Hauptschulabschluß" versehen. Jetzt wo die Generationen ausdünnen wird auf den bevorstehenden Mangel von Fachkräften hingewießen. ich glaube, dass der Reformwill und die nötigen Gelder einfach fehlen.
Mit Gesamtschulen können sicherlich schwache gefördert werden, weil diese von den stärkeren Schülern profitieren.
Für die "normalen" und "guten" Schülern bedeutet das aber wahrscheinlich, dass das Niveau sich insgesamt weiter absenkt.
Und hier haben wir dann wieder das Problem, dass wir die guten Schüler opfern.
Die skeptischen Politiker, Experten und sonstigen Meinungsmacher mögen doch bitte erklären, ob sie selbst ihre Kinder auf auf eine Hauptschule schicken würden. Mit einem Hauptschulabschluss kann man insbesondere in Norddeutschland oftmals nicht mehr bekommen als "HartziV". Es stimmt schon, die Zusammenlegung von Haupt- und Realschulen ist keine einfache Angelegenheit. Es müssen insbesondere mehr Förder- und integrationskurse angeboten werden.
Die skeptischen Politiker, Experten und sonstigen Meinungsmacher mögen doch bitte erklären, ob sie selbst ihre Kinder auf auf eine Hauptschule schicken würden. Mit einem Hauptschulabschluss kann man insbesondere in Norddeutschland oftmals nicht mehr bekommen als "HartziV". Es stimmt schon, die Zusammenlegung von Haupt- und Realschulen ist keine einfache Angelegenheit. Es müssen insbesondere mehr Förder- und integrationskurse angeboten werden.
Wenn man ein Problem umbenennt oder versteckt, dann bedeutet das nicht, dass es nicht mehr existiert, vielmehr wird ein Umstand vorgetäuscht, den es so nicht gibt.
Machen wir uns nichts vor, wer heute auf in der Hauptschule sitzt, der würde noch vor zwanzig Jahren in einer Sonderschule (ich lehne den Euphemismus "Förderschule" ab,) gelandet sein und selbst dann waren die noch besser als heute. Und dann gibt es noch die regionalen Unterschiede.
Es ist leider kein schlechter Witz mehr, wenn man das Gegenstück zum berliner Gesamtschul-Abi im bayerischen Sonderschulabschluss findet, sondern bittere Realität.
Es werden quantitativ weniger Kinder eingeschult und die Qualität bezüglich der Elternhäuser hat drastisch nachgelassen. Es ist leider so, dass in der Masse, die falschen Leute Kinder in die Welt setzte und deren Nachwuchs hält dann auch noch den letzten Hauptschullehrer davon ab, die wenigen Perlen unter ihren Schülern zu fördern.
Vielleicht sollte man die Stellschraube Geld, nicht immer hinter dem interesse Wählerstimmen zu gewinnen, zurückdrängen. Wer Kinder nur als persönlichen Einkommensgenerator sieht, der kann uns nicht wirklich als förderungswürdig erscheinen.
Der Euro wird mit jedem Tag mehr zum Verhängnis für Europa, wirtschaftlich wie politisch. Wann endlich werden...
Kommentare zu: Warum das Hauptschulsterben die Wirtschaft gefährdet
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