Der Euro wird mit jedem Tag mehr zum Verhängnis für Europa, wirtschaftlich wie politisch. Wann endlich werden...
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15 KommentareHat hier jemand gehaushaltet, was seine individuelle bildungs-biographie betrifft?
ich habe kein einziges Argument erkennen können, aus dem sich die These des Autorswürde ableiten lassen.
Soziale Gerechtigkeit ist wichtig. Möglichst alle bildungsressourcen zu erschließen, ist noch wichtiger. Aber die Schlußfolgerung leuchtet den allerwenigsten ein: Wir müssen diejenigen fördern - und viel stärker als bisher -, die begabt sind, weil sie ein biP ermöglichen, das soziale Gerechtigkeit überhaupt erst finanzierbar macht; auch die Mittel zur bildungsförderung der Schwächeren. Daß dies von einer Zweigliedrigkeit des bildungssystems abhängt, ist zu bezweifeln. Daher sollten weniger Mittel für diejenigen aufgewendet werden, die sowieso nichts lernen (wollen) als für diejenigen, die wir mit ihren Talenten und begabungen dringend brauchen. Die Gleichmacherideologie in unserem kranken Land wird aber auch dieses mit Sicherheit verhindern.
das deutsche bildungssystem und seine Mehrgliedrigkeit sind mitverursachend für besonders alte Studenten und für das absolvieren langwieriger zweiter bildungswege. Auch deshalb hat Deutschland besonders "alte Studenten" und das verhindert natürlich auch, dass man frühzeitig mehr verdient und so mehr Steuern zahlt, es verhindert ebenso oftmals eine frühere Familiengründung und hat weitere Nachteile.
Erst vor kurzem habe ich wieder jmd. mit dieser bildungsbiographie kennengelernt: Maschinenbau FH, nun macht er gerade einen Master - und das mit 38!!! er war übrigens in der 4. Klasse für eine Hauptschule empfohlen , was seine Eltern verhinderten und so wenigstens die Realschule durchbekamen. (geht nicht in jedem bundesland)
derjenige musste auch den 2. bildungsweg absolvieren und diese Umwege sind unglaublich zeitraubend.
ich bin ein weiteres bsp. dafür: bei Studiumabschluss werde ich ca. 36 Jahre alt sein. Mein Abitur absolviere ich gerade - mit 31. Der zweite bildungsweg ist langwierig und kann oftmals erst später wahrgenommen werden. Auch verdient man im mittleren Qualifikationsniveau oft zu schlecht, so dass sich sehr viele später auf den Weg machen. Deren Ausbildungszeiten werden dadurch unnötig verlängert. Menschen in Dauerausbildung verursachen eben auch volkswirtschaftliche Kosten, da sie nicht so viel finanziell beisteuern können. in durchlässigen bildungssystemen kann man viel schneller weiterkommen.
Auch das Ausbildungssystem in DE hat in einigen bereichen altmodische Unterteilungen in mittlere und gehobene bereiche, die durch die Tätigkeiten nicht mehr zeitgemäß sind. Man hält diese Strukturen nur aufrecht, weil sie dem Schulsystem angepasst sind. in anderen Ländern hat man stattdessen erfolgreich gerade viele frauentypische berufe akademisiert und damit auch die Einkommensdisparitäten in manchen bereichen verringert.
Schon die einseitige bildungshoheit der Länder verhindert die zügige Umsetzung eines zukunftsträchtigen bildungssystems !
Wenn man bedenkt was für irrwitzige Konzepte die "ständige Kulustministerkonferenz", ein bürokratiemonster ausbrütet, so erkennt man, das der bildungsökonom auf verlorenem Posten steht
Priorität hat natürlich das Steckenpferd jedes Landes : eine prestigeträchtige Universität mit kostspieligem Forschungsapparat.
Die breitenbildung, vor allem die sinnvolle integration von förderungswürdigen u. leistungswilligen Kindern mit migrationshintergrund laufen nur als lästige Pflicht unter ferner liefen
Das wird sich bitter rächen, in einigen Jahren gibt es zuwenig qualifizierte bewerber für die betriebe u. der "Exportvizeweltmeister" kann einpacken mangels fähiger neuer Mitarbeiter.
Die ganzen "bachelorabsolventen" sind ja nur "rohlinge" die erst mal in der betrieblichen Wirklichkeit eingeschliffen werden müssen.
Sie werden in der grossen Zahl aber nur benötigt wenn noch eine hinreichende produzierende, betriebliche basis vorhanden ist !
Das sollten die weltfremden Kultusminister endlich erkennen u. durch entschlossenens Handeln beseitigen !
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Sicher alles wohlfeile Kommentare, nur vermisse ich ein paar differenzierende Punkte. Das dreigliedrige Schulsystem funktioniert hervorragend in bayern und b.W. Dort ist die Hauptschule weder tot noch ein Abstellgleis. Heillos zerrüttet ist das Schulsystem in den roten Stadtstaaten wie bremen oder SPD Hochburgen wie NRW.
Dann fehlt mir der Hinweis auf das Land-Stadt Gefälle. Auf dem Land mit ethnisch homogener bevölkerung sind die Schulstrukturen relativ intakt und leistungsfähig, in den Städten und dort in bestimmten Vierteln eher nicht. Auch das zieht den Pisa-Schnitt nach unten und zwar gewaltig.
Kinder mit Migrationshintergrund sollen gefördert werden ? Mit welchem Migrationshintergrund bitte schön ? Hier wird herumgedruckst und gelogen dass sich die balken biegen. Nur soviel, bei einem bestimmten Klientel kann man fördern bis der Arzt kommt, es bringt nichts ! Einfach mal Lehrer die in solchen Schulen unterrichten fragen ! Warum soll aufgrund des Versagens einer Minderheit ein System zerschlagen werden, dass der Mehrheit weiterhin gute Dienste leistet und dieses Land erst dahin gebracht hat wo es heute steht ???
@Tja
"dieses Land erst dahin gebracht hat wo es heute steht ???"
Ganz genau, den Rückspiegel gibt es um das vergangene zu shen.
Leider fehlt diesem herrn ein Spiegel nach vorne.
man muss sich schon fragen, wofür dieses Amt gut ist. Letztes Jahr haben sie meinem Jobcenter gemeldet, ich hätte 145 € Zinsen 2008 eingenommen, welche ich dann für meinen Lebensunterhalt hätte aufwenden müssen. ich fragte meine bank, wo diese Summe herkomme. Nach langem Suchen, stellten wir fest, dass es sich dabei um meinen fiktiven Freistellungsauftrag aus 1999 handelte. Dies musste ich dann dem JC schriftlich belegen. So viel zur Fähigkeit dieses Amtes!
Man sollte endlich einmal registrieren, dass die die Eltern kein Gesamtschulsystem wollen! Die Zufriedenheit mit dem Schulsystem ist in bayern von allen bundesländern am höchsten. Das heißt nicht, dass alles super ist, aber es heißt, dass bundesländer mit Gesamtschulsystem deutlich unzufriedener sind mit diesem System.
- Es gibt keine Langfriststudie, die in irgendeiner Weise in Deutschland nachweist, dass das Gesamtschulsystem dem gegliederten Schulwesen überlegen wäre. Selbst Gesamtschulbeführworter müssen das einräumen.
- Das Pisa-Siegerland Finnland mit dem uns immer vorgehaltenen Schulsystem hat eine exorbitante hohe Jugendarbeitslosigkeit, die Unzufriedenheit der Jugend mit der Schule und der Jugendalkoholismus ist innerhalb der EU am höchsten. Die Aussagen für die Jugendarbeitslosigkeit gilt für fast alle Länder mit Gesamtschulsystem in der EU (weiteres bsp. Frankreich mit seinen Jugendkrawallen)
- Deutschland hat in erster Linie aufgrund seiner schlechten Gesamtschulsystem bei den Pisa Studien so schlecht abgeschnitten. Das gegliederte Schulsystem bayerns lag ÜbER OECD-Durchschnitt. Sogar die Realschule alleine lag fast auf finnischem Niveau.
- Ein Drittel aller Schüler oder bW sind KEiNE Minderheit
in der Diskusion werden zwei wertvolle pädagogisch Konzepte gegeneinander ausgespielt. Das Fachlehrerprinzip und das Klassenlehrrerprinzip
ich kenne keinen Lehrer, der auf Realschul, oder gar Gymnasialniveau in allen Fächern auf Abschlussprüfungsniveau unterrichten kann. Allein schon deshalb ist ein Fachlehrerprinzip unerlässlich und bereitet auch auf weiterführende Schulen vor. Die Hauptschule arbeitet mit einem Klasslehrerprinzip, das große pädagogische Vorteile im Hinblick auf die betreuung des einzelnen Schülers bietet, den diese Schülerklientel auch häufig braucht, und die an Realschulen oder Gymnasien einfach so prinzipiell nicht geboten werden kann.
- Eine längere gemeinsame Schulzeit hemmt nachweislich die Entwicklung vor allem der besseren Schüler. Hier lassen sich Leistungsunterschiede von 1-2 Jahren wissenschaftlich beweisen. Die langsamen bremsen die schnellen trotz aller Differenzierungsversuche einfach aus. in bayern gab es zunächst eine 4-jährige Realschule, die aus gutem Grund auf 6 Jahre ausgeweitet wurde.
- Das gegliederte Schulsystem ist (zumindest in bayern) sehr durchlässig. Es gibt immer eine Anschlussmöglichkeit. So kann über den M-Zweig der Hauptschule die FOS gemacht werden und anschließend an der FH studiert werden. Mit FOS13/bOS gibt es das allgemeine Abitur. Ein großer Teil meiner Schüler bestreitet diesen sogenannten zweiten bildungsweg und braucht dafür auch maximal 12 bzw. 13 Schuljahre, d.h. maximal 1 Jahr länger als im G8.
- Mehr als 40% der Studenten haben KEiN gymnasiales Abitur!!! Aber Herr. Schleicher und die OECD ignorieren diese Zahlen. Auch mit dem Meisterbrief kann man an der Uni studieren! Natürlich sind die Fallzahlen hier nicht so hoch. Gerade unsere Schüler mit Migrationshintergrund gehen oft den zweiten Weg.
Unsere bildungsökonomen rechnen uns vor, dass wir 300.000.000.000 Euro erwirtschaften, wenn wir unsere Förderschulen abschaffen und die Schüler in die Regelschulen (Haupt-, Realschule und Gymnasium) integrieren und sie dort alle einen super Abschluss machen lassen! Wer, erlauben Sie den derben bayerischen Ausdruck, hat denen denn ins Hirn geschissen??? Wir reden von oft hochgradig behinderten Menschen! Selbstverständlich machen unsere geistig behinderten alle Abitur!!!
bitte verstehen sie das nicht falsch! Es gibt keinen Grund einem Rollstuhlfahrer oder Schwerhörigen den Zugang an die Regelschule zu verwehren, wenn er dem Unterricht mit dem GLEiCHEN Erfolg folgen kann. Sonst macht das doch keinen Sinn, da alle anderen Schüler wieder darunter leiden (eine Einzelbetreuung ist ja leider nicht finanzierbar) Ein kleines Argument der bildungsökonomen noch zum Schluss. Sie haben festgestellt, dass, je länger ein Schüler die Förderschule besucht seine integrationsfähigkeit in die Arbeitswelt abnimmt. Komisch.... woran das liegt??? An seiner starken behinderung, die man so gut wie möglich zu fördern versucht und ihm die nötige Zeit gibt ein selbstbestimmtes Leben zu führen und ein Heimleben zu ersparen? Nein!!! Es liegt selbstverständlich an der Schule selbst!! Sie ist unfähig und muss abgeschafft werden! bitte denken Sie selbst mal darüber nach!
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Kommentare zu: Drei Billionen Euro verspielt
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