Bildungsökonom Wößmann: "Wir verspielen unsere Zukunft"

Bildungsökonom Wößmann: "Wir verspielen unsere Zukunft"

Deutschland muss sich dringend von seinem dreigliedrigen Schulsystem verabschieden und weitere Maßnahmen ergreifen, um massive Defizite bei Chancengleichheit und Bildungsniveaus zu beheben.

Ansonsten drohen in hohem Maße Wohlstandsverluste. Zu diesem Ergebnis kommt der Münchner Bildungsökonom Ludger Wößmann in der WirtschaftsWoche. Mangelnde Chancengleichheit „bleibt das große Versäumnis deutscher Politik“ kritisiert Wößmann. Chancengleichheit sei aber notwendig „für die Akzeptanz der sozialen Marktwirtschaft“. Erfolgreiche Länder „trennen ihre Schüler gar nicht oder später, und sie haben klare Ansprüche, was gelernt werden soll. Wir dagegen fördern gerade nicht die individuellen Begabungen vieler, sondern in erster Linier Kinder aus bessergestellten Haushalten“, bemängelt Wößmann.

Ergänzend zur Abschaffung der Dreigliedrigkeit fordert er: „Wir brauchen zusätzlich Leistungskontrollen und klar definierte Lernziele, um das Niveau zu erhöhen.“ Der Politik sei noch nicht bewusst, dass „wir hier unsere Zukunft verspielen“. Es gehe nicht um Peanuts, sondern um gewaltige Summen für die deutsche Volkswirtschaft, die zu verloren gehen drohen. Wößmann: „Nach meiner Berechnung um fast drei Billionen Euro in der Lebensperspektive eines heute geborenen Kindes“. Statt besserer finanzieller Ausstattung für die Schulen fordert Wößmann jedoch vor allem mehr Selbstständigkeit: „So entsteht Wettbewerb um bessere Ideen, auch zwischen öffentlichen und freien Trägern. Mehr Geld benötigt vermutlich die frühkindliche Bildung, wo zu viel von betuchten Eltern bezahlt wird und zu wenig öffentlich.“

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