
Mehr männliche Vorbilder in den ersten Schuljahren wären nach Ansicht des Abteilungschefs bei der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) sinnvoll, aber: „Männer werden sich für diese Berufe nur gewinnen lassen, wenn die Anreize stimmen. Schleicher kritisiert, dass Schüler in Deutschland zu früh in Schubladen gepackt werden. „An den Grundschulen werden Selektionsentscheidungen getroffen, die später oft nicht mehr korrigierbar sind“, sagt Schleicher in der WirtschaftsWoche. Schulen dürfe es nicht länger gestattet sein so Schleicher, Probleme abzuschieben, indem sie Kinder mit Lernschwierigkeiten in die Haupt- oder Sonderschule aussortieren. Vor allem Jungs aus sozial schwachen Milieus fielen dieser frühen Selektion zum Opfer. Schleicher: „Hier versagt die Institution.“ Am mangelnden Geld liegt dies laut Schleicher nicht. Nur 28 Prozent der Leistungsvarianz zwischen den untersuchten Staaten sei darauf zurück zu führen. Schleicher: „Länder wie Finnland, Belgien und Janpan investieren ähnlich viel Geld wie Deutschland in das Schulsystem, erreichen aber deutlich bessere Ergebnisse.“ Pisa-Experte Schleicher sieht dafür nur einen Grund: „Weil sie ihre Ressourcen intelligenter einsetzen. Das Interview im Wortlaut...











