Bischof von Limburg: Tebartz-van Elst erhält Audienz beim Papst

Bischof von Limburg: Tebartz-van Elst erhält Audienz beim Papst

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Tebartz-van Elst

Mit Spannung wird die Audienz des Limburger Bischofs beim Papst erwartet - am Montag soll es nun soweit sein. Tebartz-van Elst sei aber nicht bereit, sein Amt freiwillig aufzugeben.

Seit mittlerweile einer Woche weilt der Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst in Rom - bislang wartet er vergeblich auf eine Audienz beim Papst. Wie die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung berichtet, soll er nun am Montag eine Audienz bei Papst Franziskus bekommen. Außerdem, so die Zeitung, sei er nicht bereit freiwillig auf sein Amt zu verzichten. Er lebe viel mehr in der Vorstellung, eine immer "markanter hervortretende Mitschuld der Bistumsgremien werde für seine Entlastung sorgen." Auch die von der Deutschen Bischofskonferenz eingesetzte Untersuchungskommission werde die gemeinsame Verantwortung für die auf 31 Millionen Euro gestiegenen Baukosten der neuen Bischofsresidenz erweisen. Außerdem werden neue Details aus den internen Unterlagen hervor: Tebartz-van Elst soll mehr als 100.000 Euro für einen Mann mit Hund ausgegeben haben, der die Baustelle bewachte. "Der Mann sei vielmehr „zum ausschließlichen Zweck der Wege- und Bausicherung“ beauftragt worden. Dem Ordnungsamt war vom Bischöflichen Ordinariat mitgeteilt worden, der Mann solle mit seinen Helfern den Baustellenverkehr auf der engen Zufahrt regeln," schreibt die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung.

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Unterdessen verliert der Bischof Fürsprecher in der Bischofskongregation. Allerdings wird im Vatikan erwartet, dass der Papst - für den Fall eines formellen Amtsenthebungsverfahrens - den Bericht der Untersuchungskommission abwarten wird - das könne wohl einige Wochen dauern. Nach Medienberichten soll der Bischof zudem seit Jahren von den hohen Kosten für seine Residenz gewusst, aber eine niedrigere Summe verbreitet haben. Nach „FAS“-Informationen sollte auch die Aufsicht des Vatikans und des Vermögensverwaltungsrats umgangen werden. Im Sommer 2011 sei dem Rat ein Kostenvolumen von 17 Millionen Euro vorgelegt worden, zerlegt in zehn einzelne Projekte. Die Posten hätten damit unter der Summe von 5 Millionen Euro gelegen, ab der Bauvorhaben dem Vatikan angezeigt werden müssten.
Bistumssprecher Wind sagte am Sonntag, er könne nicht sagen, seit wann der Bischof von der Kostensteigerung gewusst habe. Er gehe davon aus, dass dies aus einem Prüfbericht hervorgehe. Die Ausgaben für die Residenz und die genaue Verantwortung sollen von einer Kommission der Deutschen Bischofskonferenz überprüft werden. Wann Ergebnisse vorliegen, ist noch nicht bekannt.

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