Braunschweig : Karnevalsumzug wegen Terrorgefahr abgesagt

Braunschweig : Karnevalsumzug wegen Terrorgefahr abgesagt

, aktualisiert 15. Februar 2015, 13:13 Uhr
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Der Karnevalsumzug in Braunschweig ist am Sonntag kurz vor dem Start wegen Hinweisen auf mögliche Terroranschläge abgesagt worden.

In Braunschweig ist ein Karnevalsumzug kurzfristig abgesagt worden: Aus Staatsschutzquellen sei bekanntgeworden, dass eine konkrete Gefährdung durch einen Anschlag mit islamistischem Hintergrund vorliege.

Der Karnevalsumzug in Braunschweig ist am Sonntag kurz vor dem Start wegen Hinweisen auf mögliche Terroranschläge abgesagt worden. Die Informationen seien in der Nacht und am Morgen eingegangen und bewertet worden, sagte ein Polizeisprecher. Aus „zuverlässigen Staatsschutzquellen“ sei bekanntgeworden, dass „eine konkrete Gefährdung durch einen Anschlag mit islamistischen Hintergrund vorliege“, hieß es bei der Polizei.

Zum Braunschweiger Karneval, dem sogenannten „Schoduvel“, waren am Faschingssonntag bis zu 250.000 Besucher erwartet worden. Das Spektakel gilt als der größte Karnevalsumzug Norddeutschlands. In diesem Jahr sollten 4500 Teilnehmer aktiv dabei sein. Rund 100 Motivwagen waren geplant. Unmittelbar vor der Absage hatte das Bundesinnenministerium mitgeteilt, man sehe nach den Anschlägen von Kopenhagen derzeit keine erhöhte Terrorgefahr in Deutschland.

Terrorgefahr in Deutschland? Verfassungsschutz beobachtet 100 Islamisten-Gruppen

Deutsche Behörden beobachten derzeit rund 350 Terrorverdächtige. Union und SPD streiten, ob die Gesetze reichen, um sie zu stoppen. Das Innenministerium soll bereits an neuen Regeln zur Vorratsdatenspeicherung arbeiten.

Hunderte IS-Verdächtige haben die Behörden im Visier Quelle: REUTERS

Es gebe nach wie vor eine abstrakt hohe Gefährdung, sagte eine Sprecherin des Ministeriums der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. „Wir haben aber keine konkreten Hinweise auf Anschlagsplanungen in Deutschland“, betonte sie. „Die Lage ist unverändert.“ Die deutschen Sicherheitsbehörden stünden im engen Austausch mit den dänischen Kollegen. Da die Ermittlungen in Dänemark noch liefen, sei es aber noch zu früh, um genauere Rückschlüsse für Deutschland zu ziehen. Bei den Attentaten in der dänischen Hauptstadt waren zwei Menschen getötet und fünf verletzt worden, bevor die Polizei den mutmaßlichen Täter am frühen Sonntagmorgen erschoss.

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Trotz erhöhter Alarmbereitschaft der Polizei soll der Rosenmontagszug in Mainz wie gewohnt stattfinden. „Bis jetzt gibt es keine konkreten Hinweise auf eine Terrorgefahr. Im Moment ist keine Absage geplant“, sagte ein Sprecher des Innenministeriums am Sonntag in Mainz. „Aber wir sind sehr wachsam." Der Mainzer Rosenmontagszug zählt neben den Umzügen in Köln und Düsseldorf zu den größten in Deutschland. An diesem Montag werden rund 500.000 Zuschauer erwartet.

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