Brüderle: Umweltverbände sollen für den Netzausbau werben

Brüderle: Umweltverbände sollen für den Netzausbau werben

von Henning Krumrey

Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle will Planungs- und Genehmigungsverfahren zum Umbau der Energiewirtschaft beschleunigen.

Die Umweltverbände ruft er auf, aktiv den Ausbau der Stromnetze, von Gas- und Kohlekraftwerken sowie die unterirdische CO2-Speicherung CCS zu propagieren. „Es wäre konsequent, wenn sich die Umweltverbände jetzt für Gas- und Kohlekraftwerke, CCS und Leitungsbau einsetzten“, sagte Brüderle im Interview mit der WirtschaftsWoche. „Sonst werden wir am Ende Stromimporte aus Osteuropa haben und aus Frankreich. Die Kraftwerke dort sind bestimmt nicht sicherer als die deutschen Anlagen.“

Heute fehlten in Deutschland mehr als 3.500 Kilometer Stromleitungen. „Wenn wir mehr dezentrale regenerative Energieerzeugung wollen, brauchen wir auch neue Netze, um den Strom aufzunehmen und zu den Verbrauchszentren zu transportieren. Heute dauert es im Schnitt etwa fünf bis zehn Jahre, bis man die planungsrechtliche Genehmigung für solche Stromleitungen hat. Das muss künftig schneller gehen.“ Ein Schlüssel dafür sei „die weitere Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsverfahren“.

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Dass die Katastrophe in Japan einen weltweiten Konjunkturschock auslöst, erwartet Bundeswirtschaftminister Brüderle nicht. „Wir werden aber im G20-Kreis die Auswirkungen der Katastrophe in Japan intensiv diskutieren“, sagte Brüderle der WirtschaftsWoche. Für Deutschland habe der Handel mit Japan eine eher nachrangige Bedeutung: „Importe liegen bei knapp drei Prozent, Exporte bei etwas über einem Prozent.“

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