Bruttoinlandsprodukt: Regierung senkt Wachstumsprognose auf 1,7 Prozent

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Bruttoinlandsprodukt: Regierung senkt Wachstumsprognose auf 1,7 Prozent

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Die Regierung senkte ihre Prognose für das BIP-Wachstum 2015 von 1,8 auf 1,7 Prozent, während sie für 2016 weiter von plus 1,8 Prozent ausgeht.

Die Bundesregierung hat ihre Wachstumsprognose für 2015 leicht abgesenkt. Statt der im Frühjahr erwarteten 1,8 Prozent steigt das BIP laut Wirtschaftsminister Gabriel voraussichtlich nur um 1,7 Prozent.

Die Bundesregierung rechnet ungeachtet der schwachen Weltkonjunktur mit einem stabilen Aufschwung in Deutschland. Sie senkte ihre Prognose für das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes im zu Ende gehenden Jahr von 1,8 auf 1,7 Prozent, während sie für 2016 weiter von plus 1,8 Prozent ausgeht. "Die deutsche Wirtschaft wächst weiter", sagte Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel am Mittwoch in Berlin. "Sie befindet sich trotz der gedämpften weltwirtschaftlichen Perspektiven mit einem schwächeren Wachstum in China und in rohstoffreichen Schwellenländern auf einem guten Weg."

BIP Stärkeres Wachstum im 2. und 3. Quartal erwartet

Das deutsche Wirtschaftswachstum, das im 1. Quartal des Jahres mit 0,3 Prozent deutlich schwächer war als erwartet, wird sich schon im 2. Quartal wieder beleben.

Container Quelle: dpa

Gegen die Risiken von außen sieht Gabriel die Wirtschaft durch den robusten Binnenmarkt abgeschirmt. "Dazu tragen vor allem die positive Entwicklung der Beschäftigung verbunden mit steigenden Einkommen bei", sagte der SPD-Vorsitzende. "Zentraler Tragpfeiler der positiven Entwicklung sind die privaten Konsumausgaben." Die Nettoverdienste sollen in diesem Jahr um 2,6 Prozent zunehmen, 2016 noch einmal um 2,4 Prozent. Zugleich erhöhe sich die Zahl der Erwerbstätigen im kommenden Jahr auf das Rekordniveau von 43,3 Millionen - das sind rund 600.000 mehr als 2014. Auch die Exporte sollen wachsen, begünstigt vom schwachen Euro, der deutsche Waren in Übersee verbilligt.

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Allerdings rechnet die Bundesregierung trotz robuster Konjunktur mit mehr Arbeitslosen. Während in diesem Jahr noch ein Rückgang um fast 100.000 erwartet wird, soll es 2016 angesichts der hohen Zuwanderung einen Anstieg um 60.000 geben.

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"Die große Herausforderung für Deutschland ist die hohe Flüchtlingsmigration aus den Krisengebieten", sagte Gabriel. Daher müssten die Bedingungen für die Integration verbessert werden. "Hierzu sind Investitionen in Bildung und Ausbildung der zentrale Schlüssel."

Die Regierung folgt weitgehend den Prognosen der führenden Wirtschaftsinstitute. Diese sagen in ihrer Gemeinschaftsgutachten sowohl für dieses als auch für kommendes Jahr ein Wachstum von 1,8 Prozent voraus.

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