BSI-Bericht: Cyber-Attacken nehmen drastisch zu

BSI-Bericht: Cyber-Attacken nehmen drastisch zu

IT-Systeme in Deutschland werden immer häufiger von Cyber-Kriminellen angegriffen. Sie nutzten die viel zu häufig auftretenden Schwachstellen in Netzwerken und Gerätesoftware unter anderem für Erpresserprogramme.

Cyber-Kriminelle nutzen immer häufiger Schwachstellen in Software und Geräten aus, um IT-Systeme in Deutschland zu attackieren. Vor allem die Bedrohung durch Erpresserprogramme („Ransomware“) habe sich seit Ende 2015 deutlich verschärft, geht aus dem Lagebericht 2016 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hervor, der am Mittwoch in Berlin veröffentlicht wurde. „Wenn informationstechnische Systeme von Krankenhäusern, Unternehmen oder der Verwaltung lahmgelegt werden, um „Lösegeld“ zu erpressen, ist das eine ernstzunehmende Entwicklung, die ein entschiedenes Handeln erfordert“, erklärte Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU).

Verbrechen 4.0 Digitalisierung in der kriminellen Szene

Verbrecherbanden sind oft Unternehmen mit einem kriminellen Geschäftsmodell. Die Unterwelt macht sich die Digitalisierung ebenso zunutze wie die legale Wirtschaft - in Teilbereichen mit großem Erfolg.

Verbrecherorganisationen machen sich die Digitalisierung genauso zu Nutze wie legale Unternehmen. Quelle: dpa

Handlungsbedarf gebe es auch angesichts der Angriffe auf IT-Systeme des Deutschen Bundestages oder auf die im Bundestag vertretenen Parteien. „Solche Cyber-Angriffe stehen für eine neue Dimension an Bedrohung, indem sie gezielt Einrichtungen der demokratischen Willensbildung ins Visier nehmen.“ De Maizière warnte im Vorwort des Lageberichts vor möglichen Folgen: „Haben sie Erfolg, sehe ich langfristig Gefahren für die freiheitliche Gesellschaft und unsere Demokratie.“

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Dem Bericht zufolge ist die Zahl bekannter Schadprogrammvarianten 2016 weiter gestiegen: Sie lag im August 2016 bei mehr als 560 Millionen. Gleichzeitig verlieren demnach klassische bisherige Abwehrmaßnahmen weiter an Wirksamkeit. Dies betreffe alle: private Anwender, Unternehmen, Staat und Verwaltung.

Hackerangriffe und Internetkriminalität Heißer Kampf um die Cyberversicherung

Hackerangriffe sind Alltag - doch nur ein Bruchteil der deutschen Firmen ist gegen Internetkriminalität versichert. Um die - bislang - wenigen Kunden liefern sich die Versicherer einen heißen Kampf.

ARCHIV - "Cyber Security" steht am 16.03.2016 auf der CeBIT Messe in Hannover (Niedersachsen) auf einem Schild am Stand von Huawei. Hackerangriffe sind Alltag - doch nur ein Bruchteil der deutschen Firmen gegen Internetkriminalität versichert. Foto: Ole Spata/dpa (zu dpa "Heißer Kampf um die Cyberversicherung" vom 04.08.2016) +++(c) dpa - Bildfunk+++ Quelle: dpa

De Maizière kündigte an, das BSI werde seine Unterstützungsangebote für Staat, Wirtschaft und Gesellschaft weiter ausbauen. Zur Verbesserung der Reaktionsfähigkeit des BSI bei besonderen IT-Sicherheitslagen werden so genannte Mobile Incident Response Teams (MIRT) eingerichtet, die betroffene Stellen vor Ort bei der Abwehr von Cyber-Angriffen unterstützen können.

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