Bundeskanzlerin Angela Merkel zu Opel : "Opel bleibt mit GM eng verbunden"

Bundeskanzlerin Angela Merkel zu Opel : "Opel bleibt mit GM eng verbunden"

Bild vergrößern

Bundeskanzlerin Angela Merkel auf einer Wahlveranstaltung in Brüssel.

Im Opel-Poker setzt die Bundesregierung auf Kooperation statt Konfrontation mit dem US-Konzern General Motors (GM). Exklusiv auf wiwo.de nimmt Bundeskanzlerin Angela Merkel in einem Kurzinterview Stellung zur aktuellen Verhandlungslage um die Zukunft von Opel.

Wirtschaftswoche: Sind die Verhandlungen über die Zukunft von Opel blockiert, weil der GM-Verwaltungsrat die Entscheidung gewaltig verzögert?

Merkel: Das sehe ich nicht so. Es liegen zwei unterschriftsreife Verträge mit den beiden Investoren Magna und RHJ vor. Das neu zusammengesetzte GM Board hat sich erstmals in einer Telefonkonferenz damit befasst und etliche Fragen aufgeworfen, die GM jetzt klären muss. Wir reden in diesem Prozess weiter intensiv mit GM und der amerikanischen Regierung. Ich hoffe, dass wir baldmöglichst zu einer Lösung kommen.

Anzeige

"GM hat natürlich auch eigene Interessen"

Wirtschaftswoche: Aber die deutsche Politik – mal der Bund, mal die Länder – trompetet seit Monaten in die Öffentlichkeit, dass die Entscheidung nun aber bestimmt innerhalb der nächsten Tage falle.

Merkel: Wir haben die Ankündigungen von GM, die als Eigentümer von Opel über den Verkauf zu entscheiden haben, ernst genommen und begleitet. Alle Beteiligten und insbesondere natürlich die Arbeitnehmer , haben ein Interesse, dass Opel möglichst schnell auf die zukunftsfähigen Strukturen ausgerichtet wird.

Das ist ökonomisch sinnvoll, auch für GM. GM hat natürlich auch eigene Interessen. Sie scheinen jetzt vor einem Verkauf noch einmal Alternativen prüfen zu wollen, weil Opel eben doch so schlecht nicht ist.

Wirtschaftswoche: GM hat sich durch die Insolvenz von Lasten befreit. Könnte es sein, dass man Opel gar nicht abgibt?

Merkel: Opel bleibt ja in jedem Fall mit GM eng verbunden. Im Magna-Konzept durch einen Kapitalanteil von 35 Prozent und natürlich auch durch die industriellen Verflechtungen, zum Beispiel über gemeinsame Entwicklungen.

Die Amerikaner hatten bisher eine strikte Maxime, die dazu geführt hat, dass GM einen Investor gesucht hat, der neues Kapital einbringen sollte: Kein amerikanisches Steuergeld ins Ausland. Unter dieser Bedingung kam GM auf Deutschland und die anderen europäischen Opel-Länder zu.

Anzeige
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%