Bundesländerranking 2009: Methodik: Wie die Bundeslander verglichen werden

Bundesländerranking 2009: Methodik: Wie die Bundeslander verglichen werden

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"Deutschland-Stühle" der "WIR"-Gruppe Halterner Handwerker

von Bert Losse

Das Bundesländerranking der WirtschaftsWoche ist der umfangreiste föderale Leistungsvergleich in Deutschland überhaupt. So wurden die Bundesländer miteinander verglichen.

Es ist der umfangreichste föderale Leistungsvergleich in Deutschland überhaupt: Bereits seit 2003 misst das Bundesländerranking von WirtschaftsWoche, Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und IW Consult die ökonomische Performance der 16 Bundesländer.

Im Mittelpunkt stehen dabei zwei Ranglisten: Das Niveauranking vergleicht anhand von 48 Einzelindikatoren die absolute Wirtschafts- und Leistungskraft, also zum Beispiel die aktuelle Arbeitslosigkeit und die Pro-Kopf-Verschuldung. Das Dynamikranking (42 Indikatoren) hingegen orientiert sich ausschließlich an den Veränderungsraten – also zum Beispiel an der Zu- oder Abnahme der Arbeitslosenquote in den vergangenen Jahren.

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Auch Länder mit schwächerer Ausgangsposition können punkten

Durch diese methodische Zweiteilung können auch Länder mit schwächerer Ausgangsposition punkten. Grundlage der neuen Studie sind (soweit vorhanden) Werte des Jahres 2008, im Dynamikvergleich die Veränderung von 2008 gegenüber 2005. Aus wichtigen Wachstums- und Arbeitsmarktdaten, die flächendeckend bereits für das erste Halbjahr 2009 vorliegen, haben die IW-Consult-Ökonomen Karl Lichtblau, Christian Buchweitz und Michael Bahrke zudem einen „Krisenindex“ konstruiert, der angibt, wie gut (oder schlecht) die einzelnen Bundesländer durch die Wirtschaftskrise gekommen sind.

Um die Übersichtlichkeit zu erhöhen, wurden die Einzelergebnisse in vier unterschiedlich gewichtete Bereiche zusammengefasst:

Wirtschafts- und Sozialstruktur (Gewichtung: 30 Prozent):

Demografie, staatliches Ausgabenverhalten (Schulden, Investitionen, Personalausgaben), Zahl der Transferempfänger, Kriminalität, Gründungsintensität, Insolvenzen, Exportquote, Zahl der Beschäftigten in schnell wachsenden und wissensintensiven Branchen, Beschäftigungsrate von Frauen und älteren Menschen.Arbeitsmarkt (25 Prozent): Erwerbstätigen- und Arbeitslosenzahl, Arbeitsplatzversorgung.Wohlstand (25 Prozent): Wachstum je Einwohner, verfügbares Einkommen, Kaufkraft und Steuerkraft der Bürger.Standortqualität (20 Prozent): Arbeitskosten, Produktivität, Anteil der hoch Qualifizierten, Gewerbesteuerhebesätze der Kommunen, Patente, Bevölkerungsdichte, Ausgaben für Bildung und Wissenschaft, Schüler-Lehrer-Relation, aber auch weiche Faktoren wie zum Beispiel Kitaplätze, Erholungsflächen, Zahl der Gästeübernachtungen und Ärztedichte.

Grundlage der Bewertung ist ein detailliertes Punktesystem, das auch relative Unterschiede bei den einzelnen Indikatoren berücksichtigt. Das bedeutet also: Wer in einigen Kategorien mit geringem Abstand an der Spitze liegt, in anderen Feldern jedoch mit großem Abstand am Ende, findet sich insgesamt eher im hinteren Bereich wieder – und umgekehrt.

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