Bundesländerranking 2011: Hamburg strotzt vor Kraft

Bundesländerranking 2011: Hamburg strotzt vor Kraft

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Die HafenCity in Hamburg

Der Stadtstaat an der Alster kombiniert Wirtschaftskraft und Dynamik und siegt im Bundesländerranking der WirtschaftsWoche. Die alten Kraftzentren im Süden setzen ihr Wachstum fort - doch eine wirtschaftliche Regionalmacht wackelt kräftig.

Der aktuelle Wirtschaftsboom ist nicht nur der kräftigste seit der deutschen Einheit, er bringt auch ein Selbstverständnis ins Land, das jenseits des Spitzensports bisher ungebräuchlich, wenn nicht gar verpönt war: Die Attitüde des Unschlagbaren, das Understatement der Siegertypen.

In München haben sie die Entscheidung der Partnergemeinde Garmisch-Partenkirchen für eine Bewerbung um die Olympischen Winterspiele jüngst so gefeiert, als hätten sie sich allein damit die Austragung und die damit verbundenen Investitionen von 1,7 Milliarden Euro gesichert.

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Im brandenburgischen Örtchen Schönefeld geht Bürgermeister Peter Haase davon aus, dass seine Gemeinde in zehn Jahren doppelt oder dreimal so viele Einwohner wie heute haben wird. „Ich kenne nichts anderes als Wachstum“, sagt er. Und in Hamburg beginnt soeben die Auslosung eines bundesweiten Wettbewerbs, bei dem es einen Aufenthalt in der Metropole zu gewinnen gibt, so weit geht der Glaube an die eigene Beliebtheit.

Abstand verringert

Hamburg, Brandenburg, Bayern – so sehr sich die Bundesländer unterscheiden, eines eint sie: Sie benehmen sich nicht nur wie Champions, sie sind auch welche. Sieger des aktuellen Bundesländerrankings von WirtschaftsWoche, der Initiative neue soziale Marktwirtschaft (INSM) und der IW Consult. Bayern punktet dabei im Niveauranking, das die absolute Wirtschaftskraft, die Lage am Arbeitsmarkt und den Status Quo in Sachen Lebensqualität und öffentliche Finanzen beschreibt. Brandenburg siegt im Dynamikranking. Dabei wird das Land prämiert, das in der jüngeren Vergangenheit den kräftigsten Aufschwung hingelegt hat. Wer hier stark ist, zählt mittelfristig auch beim Niveauranking zu den Aufsteigern.

Hamburg wiederum liegt im Gesamtranking vorne, das absolute Wirtschaftskraft und Dynamik kombiniert. Länder die in dieser Kategorie punkten, weisen trotz ihres bereits erreichten hohen Standards noch eine dynamische Entwicklung auf. 

Für die Analyse wurden insgesamt 95 Indikatoren ausgewertet, 49 davon flossen ins Niveauranking ein, 46 ins Dynamikranking. Mit Brandenburg weist dabei zum dritten Mal in Folge ein ostdeutsches Bundesland die größte wirtschaftliche Dynamik auf, die weiteren fünf Ostländer teilen sich wie im Vorjahr die Plätze zwei bis sechs untereinander auf.

Im Niveauranking bleiben sie jedoch auf den hinteren Rängen, wenngleich sich der Abstand zu den Westländern weiter verringert. Thüringen, das noch im Vorjahr erstmals in die Riege der westdeutschen Bundesländer einbrach und Bremen überholte, fällt jedoch wieder einen Platz zurück. Die Seehandelsmetropole Bremen war zuvor besonders stark vom Einbruch des Exports gebeutelt, profitiert dafür jetzt auch umso mehr vom Wachstum der Weltkonjunktur.

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