Bundesländerranking: Baden-Württemberg: Cleverles bei Patenten ganz vorn

Bundesländerranking: Baden-Württemberg: Cleverles bei Patenten ganz vorn

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Baden-Württemberg: Sie können kein hochdeutsch und haben statistischg dennoch die wenigsten Schulabbrecher in Deutschland

Baden-Württemberg ist beim Niveau weit vorn – doch die Krise bremst die Dynamik.

Im wissenschaftlichen Bundesländerranking 2009 von Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und WirtschaftsWoche belegt Baden-Württemberg Platz 8 im Dynamikvergleich aller 16 Bundesländer. Dieser spiegelt die Entwicklung in den Jahren 2005 bis 2008 wider. Im Bestandsranking, das das absolute Niveau von Wirtschaftskraft und Wohlstand abbildet, erreicht das Land Platz 2. Die von Wissenschaftlern der IW Consult Köln durchgeführte Studie berücksichtigt 100 ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Bruttoinlandsprodukt, Kaufkraft, Kitabetreuungsquote oder Investitionsquote.

Platz 1 belegt Baden-Württemberg bei der Arbeitsplatzversorgung. Sie erreicht ein Niveau von 74,1 Prozent (2008) und liegt damit deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 70 Prozent. Die industriegeprägte Wirtschaft des Ländles wuchs in den Jahren 2005 bis 2008 so stark wie nirgendwo sonst. Der Südwesten zieht viele Hochqualifizierte an und muss hier nur Hamburg den Vortritt lassen, wo man einen noch stärkeren Zuwachs an Beschäftigten mit Hochschul- und Fachhochschulabschluss verzeichnete. Auch beim Zuwachs der Zahl von Patenten in den letzten drei Jahren macht den Cleverles niemand in der Republik etwas vor. Zudem hat das Land die wenigsten Schulabbrecher ohne Abschluss (5,5 Prozent).

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Kaum Schwächen ersichtlich

Echte Schwächen finden sich im Südwesten nur ausnahmsweise. Zu nennen ist hier die Ausbildungsplatzdichte: Das Verhältnis zwischen angebotenen Lehrstellen und Nachfragern hat sich in den Aufschwungjahren in Baden-Württemberg weniger gut entwickelt als im Bundesdurchschnitt – wobei zu erwähnen ist, dass es absolut betrachtet bereits überdurchschnittlich ist.

Platz 8 bei der Dynamik: „Dieses Ergebnis darf den Blick nicht verstellen, dass Baden-Württemberg in den Jahren 2005 bis 2008 die zweitbeste Dynamik unter allen Westländern aufwies, und das von einem bereits sehr hohen Niveau aus “, betont INSM-Projektleiter Jan Loleit.

Zusätzlich zum Ranking veröffentlichen INSM und WiWo in diesem Jahr einen Krisenindex, der die Entwicklungen in der Zeit von Juni 2008 bis Juni 2009 spiegelt – hier insbesondere die Wirtschaftsleistung (50 Prozent Anteil) sowie die Arbeitslosenquote und die Beschäftigungsentwicklung (je 25 Prozent Anteil). Die Auswertung zeigt: Baden-Württemberg ist von der Krise überdurchschnittlich betroffen. Dazu Studienleiter Michael Bahrke: „Grund dafür ist die stark exportabhängige Industriestruktur. Vor allem der Maschinenbau hat in besonderer Weise zu leiden.“

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