Bundesländerranking: Brandenburg: Hohe Quote bei Ausbildungsplätzen

Bundesländerranking: Brandenburg: Hohe Quote bei Ausbildungsplätzen

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Brandenburg: Dem Bundesland im Osten laufen die Einwohner davon

Dynamisches Brandenburg erreicht bei der Jobversorgung Bundesniveau, verliert aber Einwohner.

Im wissenschaftlichen Bundesländerranking 2009 von Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und WirtschaftsWoche belegt Brandenburg Platz 2 im Dynamikvergleich aller 16 Bundesländer. Dieser spiegelt die Entwicklung in den Jahren 2005 bis 2008 wider. Im Bestandsranking, das das absolute Niveau von Wirtschaftskraft und Wohlstand abbildet, erreicht das Land Platz 13. Die von Wissenschaftlern der IW Consult Köln durchgeführte Studie berücksichtigt 100 ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Bruttoinlandsprodukt, Kaufkraft, Kitabetreuungsquote oder Investitionsquote.

Brandenburg folgt dem Trend aller neuen Bundesländer, die vom zurückliegenden Aufschwung relativ betrachtet in besonderer Weise profitiert haben und deshalb das Dynamik-Ranking anführen.

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Nirgendwo in Deutschland haben sich in den Jahren 2005 bis 2008 die Arbeitsplatzversorgung und auch das Lehrstellenangebot im Verhältnis zur Nachfrage stärker verbessert als in der Mark. Die Jobversorgung, also der Anteil der Erwerbstätigen an allen Einwohnern zwischen 15 und 65, legte um 8,2 Prozentpunkte zu und bewegt sich mit 70,7 Prozent auch absolut betrachtet leicht über dem Durchschnitt (70 Prozent). Die Ausbildungsplatzdichte verbesserte sich im selben Zeitraum um 11,4 Prozentpunkte – mehr als das Doppelte des Bundesdurchschnitts.

Brandenburg laufen die Einwohner davon

„Das Land profitiert vom Speckgürtel rund um Berlin, der moderne Unternehmen wie den Turbinenhersteller Rolls Royce in Dahlewitz beherbergt. Auch der Ausbau des Großflughafens in Schönefeld hat Schwung in die Wirtschaft gebracht“, erklärt INSM-Projektleiter Jan Loleit.

Auf der anderen Seite zeigt sich, dass diese Highlights noch nicht in der Breite wirken. Die industrielle Exportquote Brandenburgs liegt mit 25,5 Prozent noch deutlich unter dem gesamtdeutschen Durchschnitt von 44,6 Prozent (2008). Auch die Patentintensität bewegt sich nur bei einem Viertel des gesamtdeutschen Niveaus von jährlich 60 angemeldeten Erfindungen Erfindungen je 100.000 Einwohner. Das deutet darauf hin, dass hier vielfach noch verlängerte Werkbänke stehen.

Brandenburg leidet zudem unter Einwohnerschwund: minus 1,3 Prozent in der Zeit von 2005 bis 2008 bei einem bundesweiten Durchschnittswert von minus 0,4 Prozent.

Zusätzlich zum Ranking veröffentlichen INSM und WiWo in diesem Jahr einen Krisenindex, der die Entwicklungen in der Zeit von Juni 2008 bis Juni 2009 spiegelt – hier insbesondere die Wirtschaftsleistung (50 Prozent Anteil) sowie die Arbeitslosenquote und die Beschäftigungsentwicklung (je 25 Prozent Anteil). Die Auswertung zeigt: Brandenburg ist von der Krise unterdurchschnittlich betroffen. Studienleiter Michael Bahrke: „Die stärker binnenwirtschaftlich geprägten Wirtschaftsstrukturen sind weniger anfällig gegen Einbrüche auf den Weltmärkten.“

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