Bundesländerranking: Der Osten dreht auf, der Westen leidet - Bundesländerranking 2010 - Seite 2

Bundesländerranking: Der Osten dreht auf, der Westen leidet - Bundesländerranking 2010

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Haushalt
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Allerdings reicht der Aufbruch des „neuen Berlin“ noch nicht, die Bundeshauptstadt vom letzten Platz im Niveauvergleich nach oben zu bewegen. Hauptverantwortlich dafür ist die soziale Problematik. Mit einer Arbeitslosenquote von 14,1 Prozent im Jahr 2009 ist Berlin Schlusslicht im Ranking. Dies gilt auch für die Zahl der ALG II-Empfänger und der jungen Arbeitslosen.

Sehr hoch ist zudem die Zahl der privaten Schuldner (Rang 15).

Zusätzlicher Länder-Haushaltsscheck.

Die beauftragten Ökonomen der IW Consult haben darin die bereinigten Einnahmen und Ausgaben aller 16 Bundesländer je Einwohner verglichen. Aus der Differenz ergibt sich der Finanzierungssaldo. Ist er negativ, so gibt ein Bundesland mehr aus als es einnimmt. Es lebt also über seine Verhältnisse.

Die Analyse ergab, dass im Jahr 2009 nur Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen einen positiven Finanzierungssaldo aufweisen. 14 andere Bundesländer sind im vergangenen Jahr mit ihren Einnahmen nicht ausgekommen. Zusätzlich zur Betrachtung des Jahres 2009 haben die Wissenschaftler auch die Entwicklung der Einnahme- und Ausgabensituation 2006-2009 beleuchtet. Aus beiden Werten erstellten sie einen fünfstufigen Index.

Fünf Punkte für eine „weit überdurchschnittliche Haushaltsperformance“ erhielten Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Vier Punkte für eine überdurchschnittliche Performance vergaben sie für Sachsen, Brandenburg und Berlin. Drei Punkte und damit eine durchschnittliche Schuldenentwicklung bescheinigten sie Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein. Zwei Punkte für Hamburg, Rheinland-Pfalz und Hessen zeugen von einer eher unterdurchschnittlichen Performance. Einen Punkt – und damit die Bewertung für eine unterdurchschnittliche Schuldensituation, erhielten Bremen, das Saarland und Bayern.

Kein Grund zur Zufriedenheit

„Diese Bewertungen sollen indes niemanden dazu verleiten zu glauben, dass wir mit der Lage in den besten beiden Ländergruppen zufrieden sein können“, erklärte INSM-Geschäftsführer Pellengahr. „Schulden zurückführen müssen alle Länder. Und Sie stehen da in der Verantwortung. Denn sie stellen etwa ein Drittel der Gesamtverschuldung von Bund, Länder und Gemeinden, die inzwischen die kaum noch fassbare Höhe von 1,694 Billionen Euro angenommen haben. Eine verantwortungsbewusste Politik ist damit untrennbar mit dem Zurückführen von Schulden verbunden.“

Der Länderhaushalts-Check stellt die Finanzierungssaldi je Einwohner eines Bundeslandes dar, um die Zahlen für Jedermann fassbar zu machen. Beispiel Bremen: Das Land hat 2009 je Einwohner 1383 Euro weniger eingenommen als es ausgeben hat. Bezogen auf einen dreiköpfigen Haushalt sind das bereits -4.149 Euro in nur 12 Monaten.

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14 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 06.09.2010, 13:31 UhrAnonymer Benutzer: Meisrich

    Auch wenn einige in den Kommentaren schreiben, dass im Osten viel Geld verbrannt wurde ... interessant ist doch, wer das Geld eingesteckt hat. Zu 80 % ist doch das Kapital bei Westdeutrschen Firmen gtelandet. Auch wurde praktisch die ganze industrie von Ostdeutschland für jeweils 1 DM an Westfirmen vgerschenkt. Dort wurden die Perlen herausgelöst und der Rest dichtgemacht. Wo soll da innerhalb 20 Jahren Wohstand entstehen?

  • 05.09.2010, 00:12 UhrAnonymer Benutzer: Käsebrot

    Der angeführte überproportionale Rückgang der Jugendarbeitslosigkeit hat nichts mit Dynamik zutun. Vielmehr schlägt nun, 20 Jahre nach der Einheit, der Absturz der Geburtenrate in der Ex-DDR zu. innerhalb weniger Jahre wird sich im Osten die Gruppe der 19-25Jaährigen glatt halbieren. Wer, wie der Autor, das als Ausdruck von Aufschwung deutet, der hat einfach den Knall noch nicht gehört.

  • 04.09.2010, 17:59 UhrAnonymer Benutzer: Siggi40

    Nicht nur der Westen leidet.

    Jörg Schönbohm: in den neuen bundesländern herrscht noch viel Unkenntnis (über das alte Unrechtsregime). Nur die Hälfe der Schüler weiß, dass die DDR eine Diktatur war. Und nur ein Drittel, wer die Mauer gebaut hat.
    Helmut wollte mit gigantischen Milliardentransfers blühende Landschaften schaffen, indem die modernste industrie Europas aufgebaut wird. Doch das größte Problem hatte er übersehen. Wie wird aus einem staatlich promoviertem „Mistgabel-Schwinger, Erbsen-Zähler, Stasi-Denunziant“ usw. ein hochqualifizierter Facharbeiter wie im Westen?

    Nicht wenige haben eine Weiterbildung mit der begründung verweigert, dass man sich von einem Wessi nichts sagen lässt, mit überzeugendem Resultat. Dieser erbärmliche kollektive Neid und Hass auf Westbürger.
    Der Hallesche Universitätsprofessor und Psychiater Marneros hat ein buch geschrieben mit dem Titel: „blinde Gewalt“. Das erklärt vieles
    http://archiv.mz-web.de/pasmz/articleShow.do?id=HC-06-23-2005-0820001535F4

    Oder ein Artikel aus der Süddeutschen Zeitung vom 10.04.2008
    http://www.sueddeutsche.de/politik/rassismus-in-ostdeutschland-pfarrer-flieht-vor-dem-alltag-1.210984

    So wird das nix mit dem Aufschwung OST, auch nicht in 100 Jahren.
    http://www.poolalarm.de/kindersuchdienst/leserbriefe.html

    Warnung vor Ostdeutschland
    http://www.spiegel.de/reise/aktuell/0,1518,414157,00.html

    Einer der Gründe für den Subventionstrog Ostdeutschland
    http://www.poolalarm.de/kindersuchdienst/ddr-schule.html#bildung

    im Sommer 2005 haben couragierte Dresdner bürger im Elbtal riesige Plakate aufgestellt mit den Namen all der Ausländer darauf, die seit dem beitritt ins Schlaraffenland von DDR-lern ermordet wurden. Straffrei natürlich. ich trauere immer noch um den kleinen Joseph aus Sebnitz. Er hatte nicht die geringste Chance.

    baut wieder eine Mauer um die DDR, aber ohne check-points, dafür 5m höher als die letzte.

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