Bundesländerranking: Hessen: Industrie steigert Exportquote

Bundesländerranking: Hessen: Industrie steigert Exportquote

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Hessen: Die hessische Industrie kann die Exporte steigern

Platz 4 beim Niveau: Hessen könnte besser sein, wenn sich Dienstleister und Industrie stärker vernetzen.

Im wissenschaftlichen Bundesländerranking 2009 von Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und WirtschaftsWoche belegt Hessen Platz 11 im Dynamikvergleich aller 16 Bundesländer. Dieser spiegelt die Entwicklung in den Jahren 2005 bis 2008 wider. Im Bestandsranking, das das absolute Niveau von Wirtschaftskraft und Wohlstand abbildet, erreicht das Land Platz 4. Die von Wissenschaftlern der IW Consult Köln durchgeführte Studie berücksichtigt 100 ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Bruttoinlandsprodukt, Kaufkraft, Kitabetreuungsquote oder Investitionsquote.

In drei Disziplinen, die wichtige Indikatoren für Wirtschaftskraft und Wohlstand sind, belegt Hessen je einen zweiten Rang im Niveauranking. Ein Erwerbstätiger in Hessen erwirtschaftet in einem Jahr im Schnitt 70.597 Euro – das liegt deutlich über der mittleren bundesweiten Produktivität von 61.790 Euro. Die Steuerkraft in Hessen liegt mit 3.707 Euro um gut 1.400 Euro über dem Schnitt. Die hessische Industrie steigerte ihre Exportquote in den Aufschwungjahren 2005 bis 2008 um 5,8 Prozentpunkte und ist dem bundesdeutschen Durchschnitt damit um 1,8 Punkte voraus.

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Hessen ist wirtschaftlich zweigeteilt

Doch das Land rutschte gegenüber der Vorjahresplatzierung  im Vergleich zum Vorjahr um vier Zähler ab – von Platz 7 auf aktuell Platz 11. 

Relative Schwächen zeigen sich in Hessen beispielsweise bei der Patentintensität: Die Zahl der angemeldeten Patente fiel zwischen 2005 und 2008 um 12 je 100.000 Einwohner. Bundesweit verzeichnete man einen Anstieg um ein Patent je 100.000 Einwohner – nur Rang 15 für Hessen. Unterdurchschnittlich entwickelte sich auf die Arbeitslosenquote im selben Zeitraum. Die Verbesserung lag nur bei 3,1 Prozentpunkten im Vergleich zum Bundestrend von 3,1 Prozentpunkten. 

„Mangels einer mit den Südländern vergleichbaren industriellen Basis konnte das Land vom Aufschwung der vergangenen Jahre nicht so stark profitieren“, erklärt INSM-Projektleiter Jan Loleit. Zudem habe Hessen das Problem einer wirtschaftlichen Zweiteilung. „Zwar ist der Flughafen- und Finanzstandort Frankfurt/Main relativ stark, aber nicht ausreichend vernetzt mit der Industrieregion Kassel, die stark nach Niedersachsen orientiert ist.“

Zusätzlich zum Ranking veröffentlichen INSM und WiWo in diesem Jahr einen Krisenindex, der die Entwicklung von Juni 2008 bis Juni 2009 spiegelt – hier insbesondere die Wirtschaftsleistung (50 Prozent Anteil) sowie die Arbeitslosenquote und die Beschäftigungsentwicklung (je 25 Prozent Anteil). Die Auswertung zeigt: Hessen ist von der Krise durchschnittlich betroffen. Dazu Studienleiter Michael Bahrke: „Das Bild in Hessen ist zweigeteilt: Im Süden des Landes kommen Dienstleistungshochburgen wie Wiesbaden und Frankfurt vergleichsweise gut davon. Die Region Kassel mit ihrer Metallverarbeitung und Automotive-Unternehmen ist stärker betroffen.“

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