Bundesländerranking: Mecklenburg-Vorpommern: Starker Abschwung der Arbeitslosenquote

Bundesländerranking: Mecklenburg-Vorpommern: Starker Abschwung der Arbeitslosenquote

Mecklenburg-Vorpommern gewinnt Dynamik-Bronze: Relativ beste Entwicklung bei der Arbeitslosenquote.

Im wissenschaftlichen Bundesländerranking 2009 von Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und WirtschaftsWoche belegt Mecklenburg-Vorpommern Platz 3 im Dynamikvergleich aller 16 Bundesländer. Dieser spiegelt die Entwicklung in den Jahren 2005 bis 2008 wider. Im Bestandsranking, das das absolute Niveau von Wirtschaftskraft und Wohlstand abbildet, erreicht das Land Platz 14. Die von Wissenschaftlern der IW Consult Köln durchgeführte Studie berücksichtigt 100 ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Bruttoinlandsprodukt, Kaufkraft, Kitabetreuungsquote oder Investitionsquote.

Die beste Nachricht für den strukturschwachen Norden der neuen Bundesländer: In den Aufschwungjahren 2005 bis 2008 gelang es hier, die Arbeitslosenquote um 6,2 Prozentpunkte zu senken. In dieser Höhe verringerte sich die Quote wie nirgendwo sonst. Im Schnitt fiel sie bundesweit um 3,9 Prozent.

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Weitere gute Nachricht: Die Quote privater Schuldner in MVP verringerte sich um 2,6 Prozentpunkte. Bundesweit waren es 1,3 Prozentpunkte weniger, was für einen 1. Platz bei diesem Einzelindikator sorgte. 

„Erfreulich sind die Beschäftigungserfolge im verarbeitenden Gewerbe, das regional um 4,9 Prozent zulegte, während der Zuwachs in Gesamtdeutschland sich auf nur 0,8 Prozent belief. Ebenso verzeichnete das Ernährungsgewerbe in Mecklenburg-Vorpommern einen Jobzuwachs von 5,1 Prozent, während es im Schnitt aller Bundesländer 0,7 Prozent Beschäftigung abbaute“, erklärte dazu INSM-Projektleiter Jan Loleit. Allerdings dürfe bei aller Freude über die Verbesserung am Arbeitsmarkt nicht vergessen werden, dass die Arbeitslosenquote mit 14,1 Prozent im Jahr 2008 immer noch deutlich über dem Bundesmittel von 7,8 Prozent liege.

Zusätzlich zum Ranking veröffentlichen INSM und WiWo in diesem Jahr einen Krisenindex, der die Entwicklung von Juni 2008 bis Juni 2009 spiegelt – hier insbesondere die Wirtschaftsleistung (50 Prozent Anteil) sowie die Arbeitslosenquote und die Beschäftigungsentwicklung (je 25 Prozent Anteil). Die Auswertung zeigt: Mecklenburg-Vorpommern ist von der Krise unterdurchschnittlich betroffen. Dazu Studienleiter Michael Bahrke: „Das Land ist stark agrarisch und binnenwirtschaftlich geprägt und dadurch weniger von der Krise betroffen. Dazu kommt auch der vor dem Hintergrund eines im Sommer noch guten Konsumklimas florierende Tourismus. In der Werftindustrie hat die Kurzarbeit die erste Durststrecke abgefedert.“

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