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Bundesländerranking: Methodik des Ländervergleichs

von Bert Losse

Wie das Bundesländer-Ranking zustande kommt, wie die verschiedenen Einflussfaktoren gewichtet werden.

Wissenschaftler Bahrke, Lichtblau, Buchweitz (von links): Größter föderaler Leistungscheck Quelle: Frank Beer für WirtschaftsWoche
Wissenschaftler Bahrke, Lichtblau, Buchweitz (von links): Größter föderaler Leistungscheck Quelle: Frank Beer für WirtschaftsWoche

Keine andere Studie liefert eine so umfassende Leistungs- und Standortanalyse der 16 Bundesländer wie das Ranking von WirtschaftsWoche, Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft und IW Consult. Der föderale Leistungscheck besteht aus zwei Bereichen: Das Dynamikranking zeigt, wo sich die ökonomischen und sozialen Rahmendaten am stärksten verbessert (oder verschlechtert) haben. Ausschlaggebend sind hier nicht die aktuellen Ist-Werte, sondern der Trend – gemessen an den Veränderungsraten zwischen 2006 und 2009. So wird zum Beispiel ersichtlich, welche Länder – die absolut gesehen vielleicht noch zurückhängen – auf die Überholspur gewechselt sind. Das Niveauranking hingegen vergleicht Ist-Werte und misst somit die absolute Wirtschaftskraft auf Grundlage der aktuellsten verfügbaren Daten. Insgesamt analysierten die IW-Consult-Ökonomen Karl Lichtblau, Michael Bahrke und Christian Buchweitz 97 Einzelindikatoren (Niveau: 51, Dynamik: 46). 

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Punktesystem und Hauptkategorien

Die Rangfolge der Länder ergibt sich aus einem Punktesystem, das auch relative Unterschiede berücksichtigt: Wer etwa in einigen Bereichen mit geringem Abstand vorne liegt, in anderen Einzelwertungen jedoch mit großem Abstand hinten, der findet sich insgesamt eher auf hinteren Rängen wieder – und umgekehrt. Um die Übersichtlichkeit des Rankings zu erhöhen, haben wir die Einzelergebnisse in fünf unterschiedlich gewichtete Hauptkategorien gebündelt: 

Wirtschafts- und Sozialstruktur (Gewichtung: 30 Prozent) 

Unter anderem: Zahl der Transferempfänger, Kriminalität, Gründungsintensität, Insolvenzen, Beschäftigte in schnell wachsenden Branchen, Exportquote, staatliches Ausgabenverhalten (Investitionsquote, Schulden, Personalausgaben) 

Arbeitsmarkt (25 Prozent)

Arbeitslosenquote, Entwicklung der Erwerbstätigenzahl, Arbeitsplatzversorgung 

Wohlstand (25 Prozent)

Bruttoinlandsprodukt, regionale Kauf- und Steuerkraft, verfügbares Einkommen

Standortqualität (20 Prozent)

Unter anderem; Demografie, Arbeitskosten, Produktivität, Zahl der hoch Qualifizierten, Bildungs- und Wissenschaftsausgaben, Patente, Baulandpreise, Gewerbesteuerhebesätze; dazu weiche Faktoren wie etwa Gästeübernachtungen, Kitaplätze, Erholungsflächen, Krankenhauskosten und -betten.

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