Bundesländerranking: Niedersachsen: Mittelfeldspieler liegt bei Patenten vorn

Bundesländerranking: Niedersachsen: Mittelfeldspieler liegt bei Patenten vorn

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Volkswagen sorgt für Auftrieb in Niedersachsen

von Bert Losse

Niedersachsen punktet bei den Patenten und leidet nur "durchschnittlich" unter der Wirtschaftskrise.

Im wissenschaftlichen Bundesländerranking 2009 von Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und WirtschaftsWoche belegt Niedersachsen Platz 10 im Dynamikvergleich aller 16 Bundesländer. Dieser spiegelt die Entwicklung in den Jahren 2005 bis 2008 wider.

Im Bestandsranking, das das absolute Niveau von Wirtschaftskraft und Wohlstand abbildet, erreicht das Land Platz 7. Die von Wissenschaftlern der IW Consult Köln durchgeführte Studie berücksichtigt 100 ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Bruttoinlandsprodukt, Kaufkraft, Kitabetreuungsquote oder Investitionsquote.

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Insgesamt präsentiert sich Niedersachsen als Mittelfeldspieler. Ein Highlight ist die Entwicklung der Patentintensität. Von 2005 bis 2008 stieg die Zahl der Patente je 100 000 Einwohner um 8, während im Schnitt aller Länder nur ein Zuwachs von einem Patent je 100.000 Einwohner verzeichnet wurde. Rang 3 im Dynamik-Ranking.

Diese Entwicklung wird begleitet von einem noch leicht überdurchschnittlichen Zuwachs bei den Hochqualifizierten. Der Anteil der Universitäts- und Fachhochschulabsolventen an allen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten stieg hier um 0,6 Prozentpunkte, während bundesweit nur ein Zuwachs von 0,5 Prozentpunkten verzeichnet wurde (4. Dynamik-Platz). Allerdings bewegt sich der Anteil der Hochqualifizierten in Niedersachsen immer noch deutlich unter dem Durchschnitt aller Länder (2,2 Prozent darunter).

Leicht über Durchschnitt entwickelte sich mit einem Anstieg von 4 Prozent die Zahl der Erwerbstätigen. Der Schnitt aller Bundesländer liegt um 0,2 Prozent darunter – ebenfalls Rang 4.

„Insgesamt ist festzustellen, dass Volkswagen und Zulieferer für wirtschaftlichen Auftrieb im Land sorgen“, erklärt INSM-Projektleiter Jan Loleit.

Schwächen zeigt das Land bei der Kitabetreuungsquote für unter Dreijährige: 9,1 Prozent, das liegt deutlich unter dem bundesweiten Niveau von 17,6 Prozent – Platz 16. Kitabetreuungsmöglichkeiten auch für Kleinkinder sind eine freiwillige Leistung und wichtig, damit junge Eltern im Beruf bleiben können.

Zusätzlich zum Ranking veröffentlichen INSM und WiWo in diesem Jahr einen Krisenindex, der die Entwicklung von Juni 2008 bis Juni 2009 spiegelt – hier insbesondere die Wirtschaftsleistung (50 Prozent Anteil) sowie die Arbeitslosenquote und die Beschäftigungsentwicklung (je 25 Prozent Anteil).

Die Auswertung zeigt: Niedersachsen ist von der Krise durchschnittlich betroffen. Dazu Studienleiter Michael Bahrke: „Die Autoindustrie rund um Wolfsburg und Emden ist durch die Krise betroffen. Größere Probleme hat die Kurzarbeit bislang abgefedert. Sonst hat man dort binnenwirtschaftlich-ländliche Strukturen, die weniger krisengefährdet sind.“

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