Bundesländerranking: Sachsen-Anhalt: Profitieren von regenerativen Energien

Bundesländerranking: Sachsen-Anhalt: Profitieren von regenerativen Energien

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Enercon, Hersteller von Windkraftanlagen: Beschäftigung mit erneuerbaren Energien als Erfolgsrezept für Sachsen-Anhalt

Wirtschaftswunder Sachsen-Anhalt ist der Dynamiksieger 2009 - und hofft auf den Abbau der Wohlstandsdefizite.

Im wissenschaftlichen Bundesländerranking 2009 von Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und WirtschaftsWoche belegt Sachsen-Anhalt Platz 1 im Dynamikvergleich aller 16 Bundesländer. Dieser spiegelt die Entwicklung in den Jahren 2005 bis 2008 wider. Im Bestandsranking, das das absolute Niveau von Wirtschaftskraft und Wohlstand abbildet, erreicht das Land Platz 15 und gibt damit die rote Laterne beim Niveau ab. Die von Wissenschaftlern der IW Consult Köln durchgeführte Studie berücksichtigt 100 ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Bruttoinlandsprodukt, Kaufkraft, Kitabetreuungsquote oder Investitionsquote.

Sachsen-Anhalt hat von den zurückliegenden Aufschwungjahren 2006, 2007 und 2008 besonders profitiert. In keinem Land stiegen Produktivität und Steuerkraft zwischen 2005 bis 2008 so stark. Bei der Steuerkraft, die ein wichtiger Indikator für die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit ist, legte das Land um 72,2 Prozent zu – mehr als das Doppelte des Bundesschnitts! 7,7 Prozent Plus beim Bruttoinlandsprodukt – das ist relativ betrachtet der zweithöchste Wert nach Baden-Württemberg. Das hatte auch positive Konsequenzen für den Arbeitsmarkt. Die Arbeitslosenquote sank um 6,2 Prozent bei einem bundesweiten Rückgang um 3,9 Prozent – dynamisch betrachtet Bestwert.

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„Treiber des sachsen-anhaltinischen Wirtschaftswunders sind auch Unternehmen, die sich mit erneuerbaren Energien beschäftigen – zum Beispiel Enercon Magdeburg sowie Solar-Unternehmen im sogenannten Solar Valley Bitterfeld“, erklärt INSM-Projektleiter Jan Loleit. Das Land profitiere auch von seinen Chemieparks in Bitterfeld mit Unternehmen wie Bayer, Leuna mit Unternehmen wie Total sowie Schkopau, wo unter anderem Dow Chemical ansässig ist.

Rote Laterne im Niveauvergleich abgegeben

Die überragende Dynamik in den Aufschwungjahren sorgte auch dafür, dass Sachsen-Anhalt die rote Laterne im Niveauvergleich abgeben konnte. Platz 15 verweist jedoch darauf, dass absolut betrachtet nach wie vor ein großer Rückstand gegenüber den alten Bundesländern vorhanden ist. So liegt laut Gesellschaft für Konsumforschung die Kaufkraft von 15.548 Euro je Einwohner noch deutlich unter dem Bundesmittel von 18.946 Euro. Und die Arbeitslosenquote des Jahres 2008 bewegt sich mit 14 Prozent deutlich über dem Durchschnitt von 7,8 Prozent.

Zusätzlich zum Ranking veröffentlichen INSM und WiWo in diesem Jahr einen Krisenindex, der die Entwicklung von Juni 2008 bis Juni 2009 spiegelt – hier insbesondere die Wirtschaftsleistung (50 Prozent Anteil) sowie die Arbeitslosenquote und die Beschäftigungsentwicklung (je 25 Prozent Anteil). Die Auswertung zeigt: Sachsen-Anhalt ist von der Krise durchschnittlich betroffen. Dazu Studienleiter Michael Bahrke: „Sachsen-Anhalt kommt vergleichsweise glimpflich davon. Ein Grund: Der binnenwirtschaftlich geprägte Norden mit Schwerpunkten in der Nahrungsmittelwirtschaft wirkt stabilisierend. Die Chemie ist dafür stärker betroffen. Das drückt den Schnitt.“

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