Bundesländerranking: Thüringen: High-Tech zieht an

Bundesländerranking: Thüringen: High-Tech zieht an

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Carl Zeiss in Jena: Die High-Tech-Region hat vom Aufschwung kräftig profitiert

Thüringen ist beim absoluten Niveau dem Westen am nächsten – leidet allerdings stark unter der Krise.

Im wissenschaftlichen Bundesländerranking 2009 von Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und WirtschaftsWoche belegt Thüringen Platz 5 im Dynamikvergleich aller 16 Bundesländer. Dieser spiegelt die Entwicklung in den Jahren 2005 bis 2008 wider. Im Bestandsranking, das das absolute Niveau von Wirtschaftskraft und Wohlstand abbildet, erreicht das Land Platz 11. Die von Wissenschaftlern der IW Consult Köln durchgeführte Studie berücksichtigt 100 ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Bruttoinlandsprodukt, Kaufkraft, Kitabetreuungsquote oder Investitionsquote.

Hier punktet der Freistaat: 70 Prozent aller Thüringer zwischen 15 und 65 Jahren sind erwerbstätig. Das liegt deutlich über dem Niveau der Länder NRW (67,4 Prozent) und Niedersachsen (68,5 Prozent). In den Jahren 2005 bis 2008 legte Thüringen bei der Jobversorgung um 7,7 Prozentpunkte zu – dies bei einem Bundesdurchschnitt von 4,6 Prozent. Im selben Zeitraum sank zudem der Anteil der Arbeitslosengeld II-Empfänger an der Gesamtbevölkerung um 0,4 Prozentpunkte. Bundesweit verzeichnete man einen Anstieg um 0,1 Prozentpunkte. Rang 2 im Dynamik-Vergleich.

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Pluspunkte in der Sozialstruktur sammelte der Freistaat auch bei der Jugendarbeitslosenquote, die von 17,2 Prozent auf 9,9 Prozent fiel. Unabhängig von dieser relativen Verbesserung ist allerdings festzustellen, dass dieser Wert absolut betrachtet noch schlechter ist als der aller Westländer.

„Thüringen mit seinen vielen Hitech-getriebenen KMUs in der Region Jena hat vom Aufschwung der letzten Jahre deutlich profitiert. Das Land punktet wegen seiner Kultur-Highlights zum Beispiel in den Städten Erfurt und Weimar auch als touristisches Ziel“, so INSM-Projektleiter Jan Loleit.

Defizite bei Wirtschaftsleitung und Wohlstand

Allerdings weist er auf bestehende Defizite bei Wirtschaftsleistung und Wohlstand hin. Ein Erwerbstätiger erwirtschaft in Thüringen pro Jahr im Schnitt 48.491 Euro. Bundesweit beläuft sich die Produktivität auf 61.790 Euro. Im Tabellenkeller des Bundesländervergleichs (Rang 14) befindet sich das Land auch bei den verfügbaren Einkommen. Diese lagen im Jahr 2008 bei 15.498 Euro je Einwohner bei einem Bundesschnitt von 19.162 Euro.

Zusätzlich zum Ranking veröffentlichen INSM und WiWo in diesem Jahr einen Krisenindex, der die Entwicklung von Juni 2008 bis Juni 2009 spiegelt – hier insbesondere die Wirtschaftsleistung (50 Prozent Anteil) sowie die Arbeitslosenquote und die Beschäftigungsentwicklung (je 25 Prozent Anteil). Die Auswertung zeigt: Thüringen ist von der Krise überdurchschnittlich betroffen. Dazu Studienleiter Michael Bahrke: „Thüringen verzeichnete in der Zeit von Juni 2008 bis Juni 2009 die relativ schlechteste Beschäftigungsentwicklung im Krisenindex: minus 1,7 Prozent. Unter anderem gingen 8.327 Zeitarbeitsplätze verloren – ein Rückgang von 31 Prozent in diesem Sektor.“

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