Bundesministerien: Regierungsamt mit Frauen-P-Aua

KommentarBundesministerien: Regierungsamt mit Frauen-P-Aua

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Ursula von der Leyen und Kristina Schröder. Die Versuche aus von der Leyens Schatten zu treten sind misglückt

von Henning Krumrey

Bei Mädels heißt es Zickenkrieg. Bei Ministerinnen nennt es sich Ressortabstimmung. WirtschaftsWoche-Redakteur Henning Krumrey über die Durchsetzungstärke von Ministerinnen in Berlin.

Einmal im Jahr steigt in Berlin die Verleihung des Victress Award. Hinter dem knalligen Titel verbirgt sich die Ehrung erfolgreicher Frauen, die es in der Wirtschaft an die Spitze geschafft oder beste Chancen dafür haben. Den Glassbreaker Award bekam Angelika Dammann, SAP-Personalchefin. Als eine von gerade mal drei Frauen in Dax-30-Vorständen hat sie in der Tat die gläserne Decke zu den höchsten Posten durchstoßen. Ebenfalls ausgezeichnet: die charmante Unternehmensgründerin Nelly Kostadinova, 52, und die Nachwuchshoffnung und Autorin Christiane Stenger, 23.

In der Politik gibt es für Durchsetzungsstärke und Engagement keinen Preis, sondern ein Regierungsamt. Aber die Konstellationen sind dieselben. Auch hier tummelt sich eine unternehmerische Dame, bald 52, die skrupellos ein Geschäftsfeld nach dem anderen für sich erobert. Ursula von der Leyen wildert munter in den Revieren ihrer Kollegen. Die burschikose Arbeitsministerin mit dem gewinnenden Charme räumt eiskalt ab.

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Unsanfte Landung hat von der Leyen nicht geschadet

Inzwischen ist von der Leyen die Nummer zwei in der CDU. WennAngela Merkel morgen abdankte, die Niedersächsin wäre die Nachfolgerin, nicht der CSU-Mann zu Guttenberg. Auch nicht der eloquente Norbert Röttgen, der sich zwar um die Ökologie müht, aber seine Umwelt vernachlässigt hat. Die unsanfte Landung nach dem kurzen Höhenflug als Präsidentschaftskandidatinnen-Anwärterin hat von der Leyen nicht geschadet – die Frau hat Nehmerqualitäten, die Politmänner auf dem Rückzug vermissen lassen.

In jeder Hinsicht jüngstes Opfer der Leyen’schen Expansionspläne ist Kristina Schröder, die zumindest bis zu ihrem Amtsantritt als Zukunftshoffnung galt. Seitdem allerdings fiel sie eher mit wechselnden und widersprüchlichen Forderungen auf. Schrill wirken ihre Bemühungen, irgendwie aus dem Schatten der dominanten Vorgängerin zu treten. Gerade erst wollte sie von der Leyen deren Bildungskarte aus der Hand schlagen – mit teils abstrusen Begründungen. So könnte man anhand der vom Knirps genutzten Leistungen ein Bewegungsbild erstellen. Nur: Welches Unternehmen oder welche staatliche Stelle hätte Interesse zu wissen, ob Kevin, Ayram oder Mandy erst in der Bücherei und dann in der Sporthalle war oder umgekehrt?

Ebenso skurril ist Schröders Eintreten für anonyme Bewerbungen. Sie ist begeistert, die Praktiker sind entsetzt. Wenn sie so weiter macht, ist eine anonyme Bewerbung allerdings bald die einzige Chance für sie, wieder in den Bundestag zu kommen.

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