Bundesministerin Nahles: "Skypen gehört fest zu meinem Leben"

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Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) bleibt über Skype mit ihrer Tochter in Kontakt.

von Cordula Tutt

Bundesministerin Nahles hat Arbeit und Alltag voll digitalisiert: Um Familie und Beruf zu vereinen, skypt sie täglich von Berlin aus mit der ihrer Familie in der Eifel.

Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) baut im Alltag voll auf mobile Kommunikation. Das erleichtere ihr, unter der Woche die Entfernung zwischen Berlin und der Eifel zu überwinden, wo ihre vierjährige Tochter lebt. „Skypen mit meiner Tochter gehört fest zu meinem Leben“, sagt die 44-Jährige im Interview mit der WirtschaftsWoche. „Das muntert mich auf, macht mich manchmal aber auch wehmütig, denn es führt mir vor Augen, dass ich nicht zu Hause bin, sondern weit weg.“

Wie es weltweit um die Work-Life-Balance bestellt ist

  • Spanien

    Bessere Zeugnisse stellen die Spanier ihren Arbeitgebern aus. Dort fühlt sich mehr als die Hälfte (56 Prozent) vom Arbeitgeber unterstützt.

  • Frankreich

    Noch weniger Vertrauen in ihren Arbeitgeber als die Deutschen haben die Franzosen. Dort meinen nur 41 Prozent der Mitarbeiter, dass ihr Unternehmen sie dabei unterstützt, Arbeits- und Privatleben miteinander in Einklang bringen zu können.

  • Deutschland

    Die Hälfte der Beschäftigten in Deutschland fühlt sich beim Thema Work-Life-Balance von ihrem Arbeitgeber im Stich gelassen, wie eine Umfrage der Unternehmensberatung Hay Group zeigt.

  • USA

    Weltweit ist die Zufriedenheit in Zentral- und Nordamerika am höchsten. So geben 70 Prozent der Zentralamerikaner an, dass ihr Arbeitgeber für eine gute Work-Life-Balance sorgt. In Nordamerika sind es 65 Prozent.

Als Handys und später Smartphones aufgekommen seien, hätte sie sogar kaum davon lassen können. „Ich habe mittlerweile kein Problem mehr damit, die Geräte am Wochenende oder im Urlaub wegzulegen. Aber es gab Phasen, da wäre dies nicht möglich gewesen, ohne dass ich mich unwohl gefühlt hätte.“

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Zu Beginn ihrer Politikerkarriere habe sie anders gearbeitet. „Ich erinnere mich noch an die Zeiten, in denen ich Einladungen mit der Schreibmaschine geschrieben habe.“ Nur einmal habe sie damals ein Handy vermisst: „Als ich in jungen Jahren in der schwedischen Pampa einen schweren Autounfall hatte.“

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Andrea Nahles‘ Zutrauen reicht weit. Sie würde sich im Alter von Maschinen helfen lassen: „Wenn die bei mir zu Hause den Rasen mähen – sehr gerne!“ Auch einen Pflegeroboter könne sie sich vorstellen. „Ich will nicht ins Altenheim, sondern zu Hause leben, bis ich sterbe,“ sagt Nahles. Womöglich sei irgendwann Unterstützung nötig – egal von wem. „Der Gedanke macht mir keine Angst. Ich wäre aber sehr froh darüber, wenn dann immer noch Menschen um mich herum sind, mit denen ich einen Kaffee trinken kann.“

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