Bundesnetzagentur: Energie-Fachmann wird neuer Ober-Regulierer

Bundesnetzagentur: Energie-Fachmann wird neuer Ober-Regulierer

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Jochen Homann

von Max Haerder

Ein dritter Mann für die Spitze der Bundesnetzagentur: Amtsinhaber Matthias Kurth darf nicht noch einmal verlängern. Auch der lange als Favorit gehandelte Gerold Reichle kommt nicht zum Zug. Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler entscheidet sich für einen Vertrauten aus seinem Haus, den Staatssekretär Jochen Homann.

Die Sache schien klar. Auf der letzten regulären Sitzung des Beirates der Bundesnetzagentur am 21. November sollten die Mitglieder eigentlich Gerold Reichle, einen integren Beamten aus dem Bundesverkehrsministerium, zum neuen Präsidenten der Bundesnetzagentur vorschlagen. Der selbstbewusste und respektierte Amtsinhaber Matthias Kurth, SPD-Mitglied, hatte zwei Amtszeiten hinter sich gebracht und hätte auch gern noch eine drangehängt. Aber die Regierung wollte einen eigenen Kandidaten installieren.

Reichle fand im Beirat dennoch keine Mehrheit: zu wenig Vision, zu wenig Expertise in Energiefragen. Seine Ehe mit einer Angestellten der Deutschen Telekom lies zudem Befangenheitsfragen aufscheinen.

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Philipp Rösler, als Bundeswirtschaftsminister zählt die mächtige Agentur zu seinem Geschäftsbereich, verschob die Entscheidung auf eine Sondersitzung des Beirates am 12. Dezember und machte sich selbst auf die Suche nach einem dritten Mann. Er fand ihn in seinem direkten Umfeld.

Röslers beamteter (und parteiloser) Staatssekretär Jochen Homann soll nun neuer Chef der Netzagentur werden. Dessen Expertise ist anerkannt: Der Niedersachse war 2008 unter Röslers Vorgänger Michael Glos (CSU) erstmals in sein Amt gekommen. Er organisierte die Opel-Rettung und managte als Mitglied der Nationalen Plattform Elektromobilität die Regierungsoffensive für Elektroautos mit. Vor allem aber widmete Homann sich der Energiepolitik und konzipierte das schwarz-gelbe Energiekonzept mit.

Diese Expertise wird ihm nun in der neuen Position nutzen, die eine der Schlüsselstellen der nationalen Wirtschaftspolitik ist. Als Präsident der Netzagentur wacht Homann über die Regulierung der Strom-, Gas- und Telekommunikationsmärkte. Auch bei der Bahn wird die Agentur in Zukunft eine gewichtigere Rolle als Kontrolleur einnehmen. Doch vor allem wird Homann die Energiewende vorantreiben müssen, hier insbesondere den stockenden Ausbau der Leitungsnetze.

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