Bundespräsident Steinmeier: „Bundeswehr hat Vertrauen verdient“

Bundespräsident Steinmeier: „Bundeswehr hat Vertrauen verdient“

, aktualisiert 20. Juni 2017, 15:51 Uhr
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Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (l) und der Befehlshaber des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr, Generalleutnant Erich Pfeffer. Bei seinem Antrittsbesuch im Einsatzführungskommando der Bundeswehr in Geltow bei Potsdam will der Bundespräsident unter anderem die in Auslandseinsätzen der Bundeswehr getöteten Soldaten ehren.

Quelle:Handelsblatt Online

Die Affäre um einen terrorverdächtigen Offizier hat einen Schatten auf die ganze Bundeswehr geworfen. Zu recht? Der Bundespräsident nutzt seinen Antrittsbesuch bei der Truppe, um ein Signal zu setzen.

GeltowBundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sich bei seinem Antrittsbesuch bei der Bundeswehr klar hinter die Soldaten gestellt. Beim Einsatzführungskommando in Geltow bei Potsdam betonte der frühere Außenminister am Dienstag, die Bundeswehr brauche die Unterstützung und das Vertrauen der Gesellschaft. „Ich habe dieses Vertrauen, und die Bundeswehr hat es verdient“, sagte Steinmeier. Zuletzt hatten unter anderem der Fall eines rechtsextremen, terrorverdächtigen Offiziers und der Vorwurf menschenunwürdiger Praktiken in mehreren Kasernen für Wirbel gesorgt.

Steinmeier wurde bei seinem Besuch mit militärischen Ehren empfangen. Er habe die Einsatzzentrale für den Antrittsbesuch ausgewählt, weil hier zum einen alle Teilstreitkräfte der Bundeswehr vertreten seien, sagte Steinmeier. Zum anderen zeige das hier beheimatete Führungskommando für alle Auslandseinsätze das breite Spektrum der Bundeswehraufgaben. „Hier wird uns besonders deutlich, was wir jungen Menschen abverlangen, die im Einsatz für unser Land Risiken auf sich nehmen.“

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Steinmeier ließ sich auch die Operationszentrale zeigen, in der derzeit unter anderem die Einsätze in Afghanistan, im Irak oder auch in Mali gesteuert werden. In dem mit modernster, abgeschirmter Computertechnik ausgestatteten Raum sind rund um die Uhr und an allen Tagen im Jahr acht Soldaten im Einsatz, um auf aktuelle Ereignisse reagieren und die derzeit rund 4000 Soldaten im Ausland unterstützen zu können. Die Zentrale liegt in der Henning-von-Tresckow-Kaserne in Geltow, einem Ortsteil der Gemeinde Schwielowsee bei Potsdam.

In einem auf dem Kasernengelände angelegten Wald der Erinnerung legte Steinmeier im Anschluss einen Kranz nieder. In dem Wald wird an die im Einsatz ums Leben gekommenen Soldaten gedacht. Zahlreiche Namen sind an mehreren Stelen und in sogenannten Ehrenhainen angebracht. Die im Jahr 2014 eingeweihte Gedenkstätte ist nach Anmeldung auch für die Öffentlichkeit zugänglich.

Quelle:  Handelsblatt Online
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