Bundespräsidentenwahl: Entscheidung über Gauck-Nachfolge erneut verschoben

Bundespräsidentenwahl: Entscheidung über Gauck-Nachfolge erneut verschoben

, aktualisiert 13. November 2016, 16:58 Uhr
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SPD-Chef Sigmar Gabriel, Kanzlerin Angela Merkel und CSU-Chef Horst Seehofer haben sich noch nicht auf einen gemeinsamen Kandidaten geeinigt.

Die Union und die SPD haben sich noch nicht auf einen gemeinsamen Kandidaten für die Bundespräsidentenwahl geeinigt. Das Spitzengespräch wurde nach 50 Minuten bereits beendet. Am Montag soll eine Entscheidung fallen.

Union und SPD ringen weiter um einen gemeinsamen Kandidaten für die Bundespräsidentenwahl. Die Entscheidung soll nun am Montag fallen, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur nach einem Gespräch von Kanzlerin Angela Merkel (CDU), CSU-Chef Horst Seehofer und dem SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel am Sonntag in Berlin.

Eine Einigung sei noch möglich, obwohl das Dreier-Spitzengespräch am Sonntagnachmittag im Kanzleramt nach 50 Minuten zu Ende war, hieß es. CDU und CSU würden am Montag ihre Spitzengremien telefonisch informieren.

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Dabei solle erneut darüber beraten werden, ob die Union Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) als Nachfolger von Joachim Gauck mittragen würde. Gabriel habe an ihm als Kandidat für die Bundespräsidentenwahl am 12. Februar auch in dem Gespräch am Sonntag festgehalten, hieß es.

So gebe es weiterhin diese drei Möglichkeiten: Steinmeier wird gemeinsamer Kandidat. Oder Union und SPD stellen gemeinsam einen anderen Kandidaten auf – das gilt allerdings als unwahrscheinlich. Oder es kommt zur Kampfkandidatur zwischen Steinmeier und einem Bewerber der Union. Die CSU pochte erneut auf einen eigenen Unionskandidaten, schließt eine Unterstützung für Steinmeier aber nicht aus. Einen Grünenkandidaten will sie nicht akzeptieren.

Bei einer Kampfkandidatur fällt die Entscheidung vermutlich erst im dritten Wahlgang, wenn nur noch die einfache Mehrheit nötig ist. Hier werden dem in der Bevölkerung beliebten Steinmeier große Chancen nachgesagt, falls die Union keinen Kandidaten seines Kalibers ins Rennen schickt. Die Linke will einen eigenen Kandidaten benennen.

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