Bundesregierung : Merkel will "made in Germany" ändern

Bundesregierung : Merkel will "made in Germany" ändern

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Ökologische Aspekte bei öffentlichen Aufträgen

von Christian Ramthun

Die Kanzlerin will die Marke „Made in Germany“ reformieren und plant ein neues Gütesiegel für deutsche Unternehmen.

Amerikanische und britische Manager übertreiben gern, wenn sie erzählen, wie vorbildlich sich ihre Unternehmen gegenüber Mitarbeitern, Umwelt und Gesellschaft verhalten – heißt es aus der Bundesregierung. "Die werben in Saudi-Arabien und anderswo mit Leistungen, die noch weit unter unseren gesetzlichen und tariflichen Normen liegen“, ärgert sich ein deutscher Regierungsbeamter. Tatsächlich stehen deutsche Unternehmen in der Corporate Social Responsibility (CSR), wie der Fachbegriff dafür heißt, weltweit an der Spitze. Um das bekannt zu machen, will Bundeskanzlerin Angela Merkel jetzt ein sichtbares Zeichen setzen.

Die Bundesregierung will die altbewährte Herkunftsmarke „Made in Germany“ reformieren. Den schon 1887 eingeführten Herkunftsnachweis möchte sie mit dem Kürzel CSR zu einem neuen Gütesiegel kombinieren: „CSR - Made in Germany“. Das geht aus der Nationalen Strategie zur gesellschaftlichen Verantwortung von Unternehmen hervor, die die Bundesregierung an diesem Mittwoch zusammen mit der Nationalen Engagementstrategie für eine Bürgergesellschaft beschließen will und die der WirtschaftsWoche vorliegt.

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Der Schritt ist dem Entwurf zufolge ein „Beitrag zur Bewältigung der zentralen Herausforderungen in einer globalisierten Welt des 21. Jahrhunderts“. Um den neuen Slogan bekannt zu machen, will Merkel die deutschen Botschaften und andere Institutionen im Ausland „gezielt einbeziehen“, heißt es in dem Papier.

Öffentliche Aufträge ohne Makel

Gleichzeitig will die Regierung deutsche Unternehmen drängen, noch mehr in Sachen soziale Verantwortung zu tun. Ein wichtiges Instrument dafür sind laut Entwurf öffentliche Aufträge und Beschaffungen. Wer sich darum bewirbt, sollte hierbei keinen Makel aufweisen. So ließen sich staatliche Aufträge von 360 Milliarden Euro jährlich"„im Sinne der Nachhaltigkeit nutzen“, heißt es. Diese Ausgaben könnten helfen, „innovativen Technologien den Marktdurchbruch zu erleichtern“. Zudem ist ein zentrales Informationsportal im Internet geplant. Dort sollen "verlässliche, transparente und vergleichbare Angaben über CSR-Aktivitäten von Unternehmen“ abrufbar sein.

Mit einem "Aktionsplan CSR“ möchte Merkel das Thema zudem in Schulen, Universitäten und bei Verbrauchern stärker ins Bewusstsein rücken. Auch seien Beratungsprogramme für mittelständische Unternehmen und runde Tische zum regionalen Erfahrungsaustausch geplant. Und wer sich besonders engagiert, den will die Bundesregierung künftig auszeichnen: mit dem neuen CSR-Preis.

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