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Bundestags-Abstimmung: Countdown zur Euro-Rettung

von Christian Ramthun

Die Welt schaut auf Berlin. Im Reichstag stimmen die 620 Bundestagsabgeordneten über die Ausweitung des Euro-Rettungsschirms ab. Der Haftungsanteil Deutschlands am EFSF soll auf maximal 211 Milliarden Euro steigen.

Bundestag Quelle: REUTERS
Bundestag Quelle: REUTERS

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat ihr ganzes Gewicht in die Waagschale geworfen. Tage- und Wochenlang hat sie für die Ausweitung der Europäischen Finanzstabilisierungsfazilität (EFSF) geworben. Dieser soll nach einem Beschluss des Europäischen Rates vom 24./25. März 2011 auf ein effektives Ausleihevolumen von 440 Milliarden Euro aufgestockt werden, um die Krise der Schuldenländer endgültig in den Griff zu bekommen und Bankenpleiten zu verhindern.

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Ein halbes Jahr später tritt der Bundestag nun zusammen, um dem Brüsseler Beschluss den nationalen Segen zu geben.

Elf Neinsager bei der Generalprobe

Nicht jeder möchte dies tun, gerade bürgerliche Abgeordnete haben Schwierigkeiten, weiteren Garantien und Bürgschaften für ein Land wie Griechenland zuzustimmen, wo die Rückzahlung alles andere als gewiss ist. Am Dienstag noch sprachen sich bei einer Probeabstimmung in der CDU/CSU-Fraktion elf Abgeordnete dagegen aus (einschließlich des fehlenden Nein-Sagers Wolfgang Bosbach also zwölf dagegen), während sich zwei enthielten. Die FDP verzichtete auf eine Probeabstimmung, hier gelten zwei Abgeordnete als feste Abweichler.

Kanzlermehrheit liegt bei 311 Stimmen

Bis zu 19 Contras und Enthaltsame kann sich die Koalition leisten, um noch eine Kanzlermehrheit von 311 Stimmen (bei 620 Bundestagsabgeordneten) zu erzielen. Zwar werden auch viele rot und grüne Parlamentarier für die Ausweitung des Rettungsschirmes votieren, aber schwarz-gelb will in dieser so wichtigen Frage ihre eigene Handlungsfähigkeit demonstrieren.

Darum gibt es heute eine namentliche Abstimmung. Niemand soll anonym ein weißes Kärtchen (Enthaltung) oder ein rotes (Ablehnung) in die Wahlurnen werfen. Blau wie Zustimmung wollen die bürgerlichen Koalitionsspitzen sehen. Dazu bearbeiteten sie die meisten Gegner und Unentschlossenen noch bis in die tiefe Mittwoch Nacht. CDU/CSU-Fraktionschef Volker Kauder, Finanzminister Wolfgang Schäuble und auch die Kanzlerin höchst selbst baten zu Einzelgesprächen.

11 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 29.09.2011, 12:48 UhrAnonymer Benutzer: Mr. Put

    Merkels Herkunft überdeckt leider den wahren Sachverhalt und ist aus den Köpfen einfach nicht h'rauszukriegen. Dem System gefällt der falsche Vergleich.
    Zu viel Tiefe darf man eben nicht erwarten; würde sie dem Erfinder des begriffs EUdSSR nachspüren, käme sie dahinter, daß er die Partei eines berüchtigten Oligarchen in Rußland unterstützt. Daß er nicht unterscheiden kann zwischen Turbo-Kapitalismus und Kommunismus ist kaum anzunehmen bei seiner intelligenz. Er wird wohl absichtlich eine falsche Spur gelegt haben.

    Damit wir aber nicht in Gewohnheit verharren, sondern zeigen, daß wir kreativ sind, sollte das EUdSSR ersetzt werden mit iNSDAP (internationalsozialismus); so kämen wir alle zu unserem Recht, selbst die internazis in brüssel.

    Helmut Kohl und die iG Farben

    http://www.cbgnetwork.org/Ubersicht/Zeitschrift_SWb/SWb_2000/SWb02_00/Helmut_Kohl/helmut_kohl.html

    Die größten Kritker der Molche sind ebenslche. Das ist der Trick.

    http://www.spiegel.de/images/image-221762-galleryV9-mbfc.jpg

    Solidarisieren - mitmarschieren .... liebe Griechen, ihr habt Recht!

  • 29.09.2011, 12:40 UhrAnonymer Benutzer: oljuehz

    ist das noch eine freie Wahl wenn jeder sehen kann wie man wählt? Das erinnert mich an die DDR. Ohne geheime Wahl war auch immer die SED Gewinner. Man will weiter Zeit gewinnen, damit die Geldsäcke Deutschlands ihre Euros in Grundbesitz und Rohstoffe wandeln können. Erst dann wenn sicher ist, das alles der kleine Steuerzahler bezahlt, bricht der Euro zusammen. Dank den Volksverrätern die eigentlich Voklsvertreter sein sollten.

  • 29.09.2011, 12:32 UhrAnonymer Benutzer: kosmos

    Es ist nur eine Frage der Zeit, wann wir bürger wieder eine braune Partei wählen werden - und das freiwillig.

    Vielleicht erhalten wir dadurch einen Teil unserer Freiheit zurück - mit allen bekannten Risiken und Nebenwirkungen.

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