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Bundestagswahl 2013 in Zahlen: Mehr Parteien, weniger Wahlberechtigte

27. August 2013
Die Zahl der Wahlberechtigten ist zurück gegangen. Dafür gibt es mehr Parteien zu wählen Quelle: dpaBild vergrößern
Die Zahl der Wahlberechtigten ist zurück gegangen. Dafür gibt es mehr Parteien zu wählen Quelle: dpa
von Katharina Reinhardt

Am 22. September 2013 dürfen 61,8 Millionen Deutsche den 18. Bundestag wählen. Vierunddreißig Parteien stellen sich zur Wahl mit fast 4500 Kandidaten .

61,8 Millionen Menschen sind am 22.September aufgerufen, ihre Stimme bei der Bundestagswahl abzugeben. Das gab der Bundeswahlleiter am 27. August in der Bundespressekonferenz zur Bundestagswahl 2013 an. Im Vergleich zur Bundestagswahl 2009 sind das 400.000 Menschen weniger. In Deutschland gilt man als wahlberechtigt, wenn man das achtzehnte Lebensjahr vollendet hat und seit mindestens drei Monaten in einer Wohnung in Deutschland lebt. Außerdem darf man nicht rechtlich vom Wahlrecht ausgeschlossen sein.

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Wie viele Männer und Frauen sich für den Bundestag in den Parteien bewerben Quelle: Presse
Wie viele Männer und Frauen sich für den Bundestag in den Parteien bewerben Quelle: Presse

Auch Deutsche, die dauerhaft im Ausland leben können wählen. Sie müssen sich bis zum 1. September ins Wählerverzeichnis eintragen. Bei der letzten Bundestagswahl meldeten sich 65.731 Deutsche im Ausland an. Bis zum 22. August diesen Jahres hatten sich nur 17.322 angemeldet. Der Bundeswahlleiter äußerte sich jedoch nicht besorgt über die Zahl. Diese steige für gewöhnlich in den letzten Tagen vor Anmeldeschluss rasant an. Die Zahl der Auslandsdeutschen, die ihre Stimme bei den Bundestagswahlen abgaben, erhöhte sich in den letzten Jahren. Zwischen 1990 und 2009 haben sich die Anmeldungen mehr als verdoppelt. Die meisten Deutschen, die im Ausland leben, wohnen in EU-Staaten, dicht gefolgt von anderen Staaten Europas. Außerhalb von Europa, sind die meisten Deutschen in Amerika gemeldet.

Immer mehr Bewerber

Die Bewerber nach Altersgruppen Quelle: Presse
Die Bewerber nach Altersgruppen Quelle: Presse

Vierunddreißig Parteien treten bei der 18. Bundestagswahl an. Das sind sechs Parteien mehr im Vergleich zu 2009. Mehr waren es zuletzt 1998 mit vierzig Parteien. Eine Partei muss gewisse Auflagen erfüllen, um als solche anerkannt zu werden. Zum einen wird eine Partei als solche anerkannt, wenn sie seit der letzten Wahl im Bundestag oder mit mindestens fünf Abgeordneten in einem Landtag vertreten ist. Zum anderen kann eine politische Vereinigung  Unterstützungsunterschriften von 0,1 Prozent der Wahlberechtigten des Landes einreichen und wird somit vom Bundeswahlausschuss als Partei zugelassen. Neun der vierunddreißig Parteien wurden auch ohne die Einreichung von Unterschriften zugelassen.

Welche Berufe die Bewerber haben Quelle: Presse
Welche Berufe die Bewerber haben Quelle: Presse

Zwölf politische Vereinigungen, die vor dem Bundeswahlausschuss keinen Erfolg hatten, reichten beim Bundesverfassungsgericht Beschwerde ein. Die "Deutsche Nationalversammlung" hatte Erfolg. Allerdings reichte sie satt der geforderten Landeslisten eine Bundesliste von Unterschriften ein und wurde nicht zur Wahl zugelassen.

Genau 4.451 Wahlbewerber nehmen an der Bundestagswahl 2013 teil. Seit der Wiedervereinigung trat zuletzt 1998 eine höhere Zahl an. Etwas mehr als die Hälfte der Kandidaten gehört Parteien an, die nicht im Bundestag vertreten sind. 1700 Personen kandidieren doppelt, insbesondere Kandidaten der SPD und der FDP. Praktisch bedeutet das: sie stellen sich sowohl in einem Wahlkreis als auch auf einer Landesliste zur Wahl.

Der Anteil der weiblichen Kandidaten ist im Vergleich zur vergangenen Wahl leicht gesunken, von 27 auf 26 Prozent. Bei der diesjährigen Bundestagswahl haben die Grünen mit 43,7 Prozent den höchsten Frauenanteil. Die FDP schneidet in dieser Beziehung mit 19,8 Prozent am schwächsten ab (Siehe erste Grafik). Die Altersstruktur der Bewerberinnen und Bewerber hat sich nicht geändert. Der Altersdurchschnitt liegt nach wie vor bei 47,7 Jahren. Die meisten Bewerberinnen und Bewerber sind 50 und 59 Jahren alt (Siehe zweite Grafik). Fast dreiviertel von ihnen sind in Dienstleitungsberufen tätig, wie beispielsweise als Abgeordnete, Minister oder in anderen Büroberufen. Knapp 12 Prozent sind nicht erwerbstätig, zum Beispiel  Auszubildende oder Studenten (Siehe dritte Grafik).

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