Bundestagswahl 2017: SPD-Politiker favorisieren Schulz als Kanzlerkandidaten

Bundestagswahl 2017: SPD-Politiker favorisieren Schulz als Kanzlerkandidaten

, aktualisiert 07. Oktober 2016, 14:51 Uhr
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Der EU-Parlamentspräsident ist nach Informationen von Spiegel Online für viele führende Mitglieder ein möglicher SPD-Kanzlerkandidat für die Bundestagswahl 2017.

Quelle:Handelsblatt Online

Martin Schulz könnte einem Bericht zufolge Kanzlerkandidat der SPD werden. In der Partei gäbe es eine breite „Bloß nicht Gabriel“-Bewegung, heißt es. Der Vizekanzler gibt sich weiterhin gelassen.

Nicht mal ein Jahr bis zur Bundestagswahl und die SPD hat immer noch keinen Spitzenkandidaten. Doch das könnte sich jetzt ändern: Wie die Zeitschrift „Spiegel“ berichtet, favorisiert eine wachsende Zahl führender SPD-Genossen inzwischen EU-Parlamentspräsident Martin Schulz als Kanzlerkandidaten. Über alle Flügel und Landesgruppen hinweg gäbe es eine breite „Bloß nicht Gabriel“-Bewegung, heißt es in dem Spiegel-Artikel.

Der SPD-Parteichef Sigmar Gabriel galt daher bislang als einziger Kandidat, um im nächsten Jahr für die Sozialdemokraten bei der Wahl gegen Bundeskanzlerin Angela Merkel anzutreten. Gabriel schob seine Entscheidung bisher immer auf und wollte erst Januar 2017 bekannt geben, ob er für das Amt des Bundeskanzlers kandidiere. Weil Schulz jedoch in absehbarer Zeit bekennen müsste, ob er für eine weitere Amtszeit als EU-Parlamentspräsident kandidiert, könnte die Entscheidung noch im Oktober fallen.

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„Ich, jedenfalls, bin ganz entspannt.“, sagte Gabriel der Nachrichtenagentur Reuters als Reaktion auf den Spiegel-Bericht. Gabriel kämpfte in den vergangenen Tagen gegen schlechte Umfragewerte in der Bevölkerung und in der eigenen Partei. Nach einer Umfrage von Infratest Dimap kann Gabriel nur 31 Prozent der Deutschen für sich gewinnen. „Wir brauchen einen Kandidaten, der rockt, der es aber vor allem nicht selbst verbockt“, zitiert der Spiegel einen SPD-Spitzenmann.

In vergangener Zeit häufen sich die Berichte, dass Schulz aus Brüssel wieder in die Bundespolitik zurückkehrt. Seine generelle Bereitschaft, nach Berlin zu wechseln, soll Schulz nach Informationen des „Spiegel“ parteiintern bereits erklärt haben.

Quelle:  Handelsblatt Online
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