These 4: Die neue Altersvorsorge: Sparerfreibeträge rauf ...

... und Abgeltungsteuer beibehalten – für mehr private Vorsorge.

Genau 1654 Millionen Euro an laufenden Ertragsteuern wies der Chemiekonzern BASF 2016 in seiner Bilanz aus. Die Ludwigshafener kamen im vergangenen Jahr auf einen Gewinn vor Steuern von 5395 Millionen Euro. Setzt man die ausgewiesenen laufenden Ertragssteuern dazu ins Verhältnis, dann ergibt sich eine Steuerquote von 30,6 Prozent.

BASF ist bekanntermaßen eine Aktiengesellschaft, die regelmäßig Dividenden ausschüttet. Von 100 Euro Ertrag vor Steuern blieben 2016, gemessen an den laufenden Ertragssteuern, also 69,40 Euro ausschüttbarer Gewinn übrig. Anleger, die ihren Sparerpauschbetrag von 801 oder 1602 Euro (Singles/Verheiratete) ausgeschöpft haben, zahlen auf eine Dividende – von BASF etwa – 25 Prozent Abgeltungsteuer plus darauf noch einmal den Soli von 5,5 Prozent, also 26,375 Prozent. Von 69,40 Euro Ausschüttung bleiben dann noch 51,10 Euro übrig, Kirchensteuer einmal außen vorgelassen. Der Gewinn des Unternehmens, etwa von BASF, ist also am Ende mit fast 49 Prozent besteuert.

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Dass Kapitaleinkünfte geringer als der Faktor Arbeit belastet sind, ist also eine gern erzählte Mär, mehr nicht.

PremiumSteuern auf Kapitalerträge Totenglocke für die Abgeltungsteuer

Viele Politiker mögen die Abgeltungsteuer nicht, parteiübergreifend wird ihre Abschaffung gefordert. Künftig dürfte auf Kapitalerträge dennoch mehr Steuer anfallen. Anleger können sich jetzt schon darauf vorbereiten.

Steht die Abgeltungsteuer vor dem Aus? Und was kommt stattdessen?

Deswegen gibt es auch keinen Grund, die Abgeltungsteuer zu erhöhen, sie beispielsweise, wie in manchen Planspielen erdacht, an individuelle Steuersätze anzupassen. Ansonsten könnte ein Euro Gewinn einer Kapitalgesellschaft , wenn der Anleger den Spitzensteuersatz bezahlt, am Ende mit an die 70 Prozent besteuert sein.

Eine laufende Verzinsung von vier Prozent unterstellt, die ja über Dividenden auch heutzutage noch machbar ist, wird schon ein Portfolio ab 20.000 Euro mit der Abgeltungsteuer belastet. Grund ist der niedrige Freibetrag. Vor 20 Jahren lag dieser pro Person bei 6000 D-Mark oder 3068 Euro. Wer es als Politiker ernst meint mit der privaten Altersvorsorge, sollte den Freibetrag im Minimum wenigstens wieder dahin bringen. Die weitgehend akzeptierte Abgeltungsteuer könnte dann beibehalten bleiben. Ansonsten gehört sie keineswegs erhöht, sondern reduziert – damit jeder eine angemessene Altersvorsorge aufbauen kann.

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