Bundestagswahl: AfD streitet über Aufstellung der Spitzenkandidaten

Bundestagswahl: AfD streitet über Aufstellung der Spitzenkandidaten

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Frauke Petry, Bundesvorsitzende der AfD neben dem stellvertretenden Parteivorsitzenden Alexander Gauland

Medienberichten zufolge sagte der AfD-Landeschef in Sachsen-Anhalt, Andre Poggenburg, Petry bilde mit Gauland das Spitzenteam. Die Parteichefin dementiert.

Die AfD streitet über die personelle Aufstellung für die Bundestagswahl. Parteichefin Frauke Petry widersprach Meldungen, es sei eine Vorentscheidung über die Zusammenstellung des Spitzenteams gefallen. "Ich bin über diese Meldung sehr erstaunt, denn ich habe mich persönlich seit einem Jahr und auch bei dem inoffiziellen Treffen am Sonntag ausdrücklich nicht dazu geäußert, ob ich für eine Spitzenkandidatur oder für ein Spitzenteam zur Verfügung stehe", erklärte Petry. Nach Medienberichten sagte der AfD-Landeschef in Sachsen-Anhalt, Andre Poggenburg, neben Petry solle auch der Brandenburger AfD-Chef Alexander Gauland zum Team der Spitzenkandidaten für den Bundestag zählen.

Poggenburg übergehe mit seinen Äußerungen den AfD-Konvent, der am Samstag in Anwesenheit von Gauland beschlossen habe, "dass sich etwaige Teams untereinander finden und für eine interne Mitgliederbefragung vorstellen sollen", erklärte Petry. "Den Willen der Parteibasis so zu missachten, finde ich sehr befremdlich."

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In Parteikreisen hieß es, der Konvent - das zweithöchste Gremium nach einem Parteitag - habe am Samstag beschlossen, bis zum 19. März könnten sich Bewerber für das Spitzenteam anmelden. Danach solle in einer internen Befragung der AfD-Mitglieder eine Vorauswahl getroffen werden. Das letzte Wort habe der AfD-Parteitag kommenden Monat in Köln.

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Weiter hieß es, am Sonntag sei bei einer Sitzung von Bundesvorstand und Landesvorsitzenden von einer Mehrheit beschlossen worden, Petry und Gauland als Mitglieder des Spitzenteams zu empfehlen. Zudem sollte mindestens vier Personen die Wahlkampfspitze bilden.

In der AfD streiten ein völkisch-nationaler Flügel um den Thüringer AfD-Chef Björn Höcke, zu dem auch Gauland zählt, mit dem national-liberalen Teil der Partei um Petry über die Vorherrschaft. Die Auseinandersetungen hatten zuletzt unter dem Eindruck sinkender Umfragewerte zugenommen.

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