
Während Merkel auf Sympathiewerte von plus 1,7 kommt, erreicht ihr sozialdemokratischer Herausforderer Frank-Walter Steinmeier auf einer Skala von minus fünf bis plus fünf nur einen Wert von plus 1,0. „Das Programm der Parteien spielt im laufenden Wahlkampf offenbar eine geringere Rolle als bei früheren Wahlen“, sagt der Politologe Joachim Behnke von der Zeppelin Universität in Friedrichshafen, der die Studie geleitet hat. Viel wichtiger als das Programm seien in schweren Zeiten „die Werte, für die die Kandidaten stehen, weil die Menschen den Programmen offenbar weniger trauen“.
Auch bei SPD-Anhängern beliebt
Dabei sind laut Ethik-Monitor Ehrlichkeit, Verantwortung fürs eigene Handeln und Verlässlichkeit entscheidend. Und dort schlägt die Kanzlerin ihren Herausforderer deutlich. Selbst unter SPD-Wählern erreicht sie mit 1,6 fast so hohe Sympathiewerte wie Steinmeier (1,9) – bei Anhängern der Grünen schneidet sie sogar besser ab als er.
Das schlechteste Zeugnis erhält Oskar Lafontaine. Er erreicht im Punkt Verlässlichkeit den niedrigsten Wert.








