Bundestagswahl: Die Erwartungen des Gewerkschaftsbundes an die Regierung

ThemaWahlen 2017

Bundestagswahl: Die Erwartungen des Gewerkschaftsbundes an die Regierung

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Der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Michael Sommer, hält keiner Partei für die Bundestagswahl die Stange.

Parteien, die sich für Arbeitnehmer einsetzen, dürfen im Wahlkampf mit der Unterstützung des DGB rechnen. Allen anderen erteilt Gewerkschaftsboss Sommer eine deutliche Absage: "Wir sind weder der verlängerte Arm noch die verlängerte Werkbank von irgendeiner Partei oder Koalition."

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) dringt nach der Bundestagswahl auf eine neue Ordnung am Arbeitsmarkt. "Die Zeit der Deregulierung von Arbeit auf dem Rücken der Beschäftigten muss vorbei sein", sagte DGB-Chef Michael Sommer. "Es ist an der Zeit, dass endlich wieder Reformen für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gemacht werden statt gegen sie." Schließlich habe Deutschland inzwischen den größten Niedriglohnsektor in ganz Europa. Arm trotz Arbeit sei keine Seltenheit mehr. "Nahezu jeder Vierte muss inzwischen im Niedriglohnsektor arbeiten, viele zu Löhnen, von denen sie nicht leben können", so der DGB-Chef.

Durchschnittsgehälter nach Bundesländern

  • Baden-Württemberg

    52.394 Euro

  • Bayern

    53.006 Euro

  • Berlin

    40.138 Euro

  • Brandenburg

    37.905 Euro

  • Bremen

    49.486 Euro

  • Hamburg

    50.933 Euro

  • Hessen

    54.120 Euro

  • Mecklenburg-Vorpommern

    35.660 Euro

  • Nordrhein-Westfalen

    50.159 Euro

  • Rheinland-Pfalz

    47.548 Euro

  • Saarland

    46.710 Euro

  • Sachsen

    34.712 Euro

  • Sachsen-Anhalt

    36.075 Euro

  • Schleswig-Holstein

    46.586 Euro

  • Thüringen

    36.283 Euro

Mit Blick auf die Bundestagswahl im Herbst versicherte Sommer, der DGB sei und bleibe parteipolitisch neutral. "Wir werden mit Sicherheit keine Wahlempfehlung abgeben." Anfang September werde man dazu aufrufen, diejenigen Kandidaten, Konstellationen und Parteien zu wählen, die für die Themen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer stehen wollen. Der DGB lasse sich von keiner Partei vereinnahmen. Wobei es natürlich naheliege, dass die Gewerkschaften Kontakte zur größten Regierungspartei halten müsse. "Wir würden ja unsere Arbeit verfehlen, wenn wir es nicht täten", sagte Sommer. Allerdings: sei der DGB "weder der verlängerte Arm noch die verlängerte Werkbank von irgendeiner Partei oder Koalition."

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Mit offensichtlicher Genugtuung reagierte Sommer auf die Ankündigung von SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück, bei einem Wahlsieg in den ersten 100 Tagen seiner Amtszeit den vom DGB geforderten gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro einzuführen. "Ich fühle mich ganz gut aufgehoben, dass wir unsere Themen platziert haben."

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