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Bundestagswahl: Erleichterung, Durchatmen, Applaus

von Christian Ramthun

Die CDU hat mit knapp 34 Prozent kein berauschendes Wahlergebnis erzielt. Aber im Konrad-Adenauer-Haus sind die Unionsanhänger heilfroh, diesmal keine böse Überraschung erlebt zu haben – so wie 2005, so wie 2002. Dank FDP fühlen sich die CDUler diesmal als Wahlsieger. Aber die Gefühle gegenüber den Liberalen sind gemischt.

Christian Ramthun Quelle: Werner Schüring für WirtschaftsWoche
Christian Ramthun Quelle: Werner Schüring für WirtschaftsWoche

"Das ist kein Knall im All", meint ein CDU-Anhänger, als die ersten Prognosen über die Bildschirme flimmern. Das schlechte Abschneiden der Partei schmerzt. Doch nicht die Kanzlerin. Angela Merkel kann weiterregieren. Das ist wichtiger als das schwache Abschneiden ihrer CDU, deren Vorsitzende sie ja auch ist. "Ich bin glücklich", bekennt Merkel, als sie endlich um 19.05 ins Foyer des Adenauerhauses kommt. "Wahlziel erreicht. Stabile Mehrheit. Und das ist gut."

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Wohin treibt die Union?

Ende gut, alles gut bei der CDU? Bei aller Freude über das Ende der großen Koalition, die im letzten Jahr nur noch quälend war, bleiben Fragen und Kritik. Der Wirtschaftsflügel ist hin und her gerissen. Toll, dass es nun mit der FDP eine Chance für eine Modernisierung Deutschlands gibt. Aber wohin wird die Union treiben? Wird sie das sozialdemokratische Korrektiv in der schwarz-gelben Regierung? Das "will die CDU/CSU-Mittelstandsvereinigung verhindern", sagt Jürgen Bresser vom Bundesvorstand derselben.

Trotz Sieg: Schmerzhafte Klatsche für de CDU

"Ich möchte Bundeskanzlerin aller Deutschen sein", ruft Merkel in den Saal. Aus der Mittelstandsecke schallt es sarkastisch: "Ab morgen werden die Steuern erhöht." So sehr wie ihre Vorsitzende freuen sich die CDU-Anhänger nicht. Dafür ist die 33-Prozent-Klatsche zu schmerzhaft. Aus Bayern kommt: CSU bei historisch niedrigen 41 Prozent. Schon gibt es das Gerücht, Horst Seehofer werde als Parteichef zurücktreten. Das tut er dann doch nicht.

5 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 28.09.2009, 19:24 UhrAnonymer Benutzer: OMG

    Wie bescheuert muss man eigentlich sein, diese Politik läuft doch schon die letzten 20 Jahre! Und was hat sie uns gebracht außer das es mit unserem Land steil bergab geht? Viele damals sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze sind zugunsten von Minijobs gewichen, die sich trotz Arbeit noch mit Stütze versorgen müssen. Und wessen Schwachsinniger ideen hat uns gleich nochmal in die grösste Nachkriegskrise gestürzt? Soviel Dummheit tut schon weh oder ist es doch eher die Gier?!

  • 28.09.2009, 09:08 UhrAnonymer Benutzer: Votum

    Ein klares Votum der Systemprofiteure und Rentner in diesem Land der Zukunft und dem Solidarpakt lebewohl zu sagen.

    Heute sind es noch fünf DAX Konzerne am NYSE bis 2013 dann noch drei. Keine Kraft für Erneuerung. Die CDU begleitet ihre Wählerschaft und das Land auf seinem Sterbebett der Demoskopie.

    Ein neo-liberaler Überwachungsstaat. Wenn mein Auto dann brennt, rufe ich dann nach den wahren brandstiftern in diesem Land, damit ich mich sicher fühl.

    bye bye soziale Marktwirtschaft, Freiheit und Wohlstand für alle.

  • 28.09.2009, 00:12 UhrAnonymer Benutzer: kritischer Beobachter

    Meine Güte jetzt hat Schwarz-Gelb schon gewonnen und kann im bundesrat "durchregieren".
    Jetzt fängt die Wirtschaftswoche jeden Politiker, des "linken" Flügels der CDU, den es meiner Meinung nach sowieso nicht gibt, wie Herrn Rüttgers schon vorsorglich zu diskretitieren.

    Mehr vorauseilender, speicheltriefender Gehorsam gegenüber Reichen, bankern und Konsorten die von Schwarz-Gelb profitieren werden ist wohl nicht möglich.

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