Bundestagswahl: Grimmige Stimmung in den SPD-Werbespots

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Bundestagswahl: Grimmige Stimmung in den SPD-Werbespots

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"Das Rednerpult des Volkes"

von Max Haerder

In den Wahlspots der SPD reden echte Menschen über echte Probleme, Peer Steinbrück bleibt nur der Schlussakkord. Das alles passt zur Kampagne der Genossen. Aber vielleicht hätten mehr Biss und Humor der Sache gut getan.

Peer Steinbrück, sagt Andrea Nahles, habe für den Wahlkampfspot der SPD vor allem einen Wunsch gehabt: Er wollte "nicht persönlich inszeniert werden". Nun, dem Wunsch sind die SPD-Generalsekretärin und die Werbeagentur nachgekommen. Aber dazu später mehr.

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Bundestagswahl 2013 Live-Ergebnisse

Das vorläufige amtliche Endergebnis – hier sehen Sie, wie die politische Stimmung im Land ist.

Teaserbild dpa infocom

Über den Wahlkampf der Sozialdemokraten ist schon viel geschrieben worden, das meiste davon mit einer Bewertung zwischen mies und katastrophal. Und das meiste davon richtig. Dabei kann man jedoch der Wahlkampfzentrale "Kampa", deren Chefin Nahles ist, nicht nachsagen, dass der Kampagne des Jahres 2013 Linie, Idee und eine gewisse Konsistenz fehlen würde. Die entscheidende Frage ist vielmehr: Sind es die richtige Linie und die richtige Idee?

Technisch gesagt, läuft die Strategie auf maximalen Bürgerkontakt und Bürgernähe hinaus: Die SPD orchestriert nach eigener Aussage millionenfache Haustür-Besuche ihrer Bundestagskandidaten, die Klartext-Veranstaltungen Peer Steinbrücks basieren auf Frage und Antwort, nicht auf Frontalunterricht. Wähler konnten außerdem über die in ihren Augen wichtigsten Anliegen im SPD-Programm abstimmen. Das große Versprechen von Nahles: Im Sofort-Programm der SPD nach der Wahl werden die populärsten Punkte bevorzugt berücksichtigt.

Nicht wasserfest Die SPD hat Ärger mit ihren Wahlplakaten

Gerade erst hat SPD-Kanzlerkandidat Steinbrück die Plakate für die Bundestagswahl vorgestellt, da steht schon Ärger ins Haus - und das nicht etwa wegen des Inhalts. Vielmehr gibt es Probleme bei der Wetterfestigkeit.

Peer Steinbrück fasst sich an den Kopf. Es gibt eine Panne bei den SPD-Wahlplakaten. Quelle: dpa

Die Plakate nahmen das Bürgernah-Thema insofern konsequent auf, als dass auf den Bildern echte Menschen zu sehen sind.  Daran knüpft nun auch der TV-Spot an, der im privaten wie öffentlich-rechtlichen Fernsehen also auch online gezeigt wird.  Die SPD hat dafür ein Original-SPD-Rednerpult neun Tage durch die Republik gefahren und „normale, authentische Menschen“ (Nahles) nach ihren Themen und Erwartungen an die Politik gefragt.

Ein gutes Dutzend hat es in die Langfassung des Clips geschafft: Junge, Senioren, Familien mit Kindern, Alleinerziehende. Ihre Themen: Mindestlohn, Rente, Arbeit, Banken, Kinderbetreuung - passenderweise alles SPD-Themen. Die Protagonisten sind mit Schulterkamera gefilmt, betont wacklig, eine Inszenierung des Nicht-Inszenierten. Erst am Ende kommt dann erst der, um den es für die SPD geht: Peer Steinbrück.

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