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Bundestagswahl: Nach Niederlage: Müntefering sieht SPD nach wie vor als Volkspartei

von AP/ses

Nach den massiven Verlusten der SPD im Bund gibt sich die Parteiführung kämpferisch. Die SPD sei weiterhin eine Volkspartei und werde „sich nach vorne kämpfen“, sagte SPD-Chef Franz Müntefering heute Abend in Berlin.

SPD-Kanzlerkandidat Quelle: AP
SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier (li.), mit SPD-Chef Franz Müntefering Quelle: AP

Den Parteivorsitz wolle er behalten. Die SPD stürzte bei der Wahl auf den schlechtesten Stand seit 1949. Die Hochrechnungen sahen die Partei am Abend bei nur noch 23 Prozent. Müntefering sagte dazu, die SPD habe es offensichtlich nicht geschafft, die Menschen ausreichend zu überzeugen. Viele habe man wohl auch nicht mobilisieren können, dies zeige die niedrige Wahlbeteiligung. Der Souverän habe entscheiden, die SPD sei nun in der Opposition. Trotzdem werde die Partei in den nächsten vier Jahren vieles dafür tun, dass Deutschland ein demokratischer und sozialer Rechtsstaat bleibe.

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In der Parteienlandschaft sei vieles in Bewegung geraten, die Volksparteien hätten an Bedeutung verloren, sagte Müntefering. Aber „wir haben unverändert unsere Aufgabe als Volkspartei“. Der SPD-Chef verwies darauf, dass auch die CDU Verluste habe hinnehmen müssen. „Die Volksparteien sind insgesamt kleiner geworden“, sagte Müntefering.

Morgen Abend würden Gespräche im Parteivorstand geführt über die Frage: „Wie stellen wir uns auf?“ Im November sei Bundesparteitag, und er sei sicher, dass alle dazu beitragen wollten, „dass wir unsere große sozialdemokratische Idee nach vorne getragen“ werde.

Trotz der herben Verluste der Sozialdemokraten wolle er Parteivorsitzender bleiben: „Das habe ich so gesagt beim Parteitag, und das gilt so“, sagte Müntefering in der ARD. Die SPD sei nun in der Opposition. „Damit müssen wir umgehen“, sagte er. Wichtig sei, dass Spitzenkandidat Franz-Walter Steinmeier sich bereit gezeigt habe, Oppositionsführer zu werden und in dieser Rolle verantwortungsvolle sozialdemokratische Politik zu machen. Seine Partei werde ab Montag „mit einer intensiven Diskussion“ beginnen. „Die deutsche Sozialdemokratie weiß sich in der Verantwortung“, sagte er.

9 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 29.09.2009, 21:41 UhrAnonymer Benutzer: Münte ist Vergangenheit

    Trüber blick, trübe Tasse!

  • 29.09.2009, 17:42 UhrAnonymer Benutzer: Augenoptiker

    H.Müntefering sieht schlecht!
    Was will denn dieser alte Mann noch?

  • 28.09.2009, 13:20 UhrAnonymer Benutzer: Minstrel

    Die SPD eine Volkspartei, die die Menschen nur nicht ausreichend überzeugen konnte ... bin ich denn da der Einzige, dem bertolt brecht in den Sinn kommt?
    "Nach dem Aufstand des 17. Juni
    Ließ der Sekretär des Schriftstellerverbands
    in der Stalinallee Flugblätter verteilen
    Auf denen zu lesen war, daß das Volk
    Das Vertrauen der Regierung verscherzt habe
    Und es nur durch verdoppelte Arbeit
    Zurückerobern könne. Wäre es da
    Nicht doch einfacher, die Regierung
    Löste das Volk auf und
    Wählte ein anderes?"

    Schön, Münte: wenn ich bloß zu doof war, um das segensreiche Wirken der SPD seit der Jahrtausendwende angemessen zu würdigen, dann sag's mir doch bitte mit ganz einfachen Worten. ich bin sicher, das geht. Und bitte erzähl mir nicht, daß ihr Schlimmeres verhindert habt.

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