Bundestagswahl: SPD vor einem Desaster

KommentarBundestagswahl: SPD vor einem Desaster

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Henning Krumrey, Leiter des Hauptstadtbüros der WirtschaftsWoche

Die ersten Zahlen aus den Meinungsforschungsinstituten sickern immer schon am Nachmittag durch. Die sogenannte Nachwahlbefragung, also bei jenen, die gerade ihre Stimme abgegeben haben, liefert aktuelle Trends.

Welche Koalition es gibt, ist noch offen. Aber ein Trend zeichnet sich aus den Nachmittagswerten ab: Die SPD erlebt ein Desaster. Sie kommt auf rund 25 Prozent, schätzen die Auguren der beiden großen Fernsehsender.

25 Prozent – das wäre nicht nur ein Verlust von neun Prozentpunkten, sondern auch der historisch schlechteste Wert in der Geschichte der Bundesrepublik. Der bisherige Minusrekord von 28,8 Prozent datiert aus dem Jahr 1953!

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Vor allem die Linkspartei hat davon, den ersten Trends zufolge, profitiert. Der SPD ist es nicht gelungen, wenigstens die zu mobilisieren, die bislang in der Wahlenthaltung schmollten, aber nicht direkt mit fliegenden roten Fahnen zur Linken übergelaufen waren. Schröder hat sie mit seiner Agenda-Politik vertrieben, Schröders rechte Hand Steinmeier konnte sich nicht wieder zurückholen.

Wenn es nicht für eine große Koalition reicht (falls man die noch so nennen kann), wird’s ungemütlich bei den Genossen.

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