Bundestagswahl: Steinbrück will Aufbruch - und Gerechtigkeits-Kanzler sein

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Bundestagswahl: Steinbrück will Aufbruch - und Gerechtigkeits-Kanzler sein

Kanzlerkandidat Steinbrück will nicht auf Probleme zurückblicken, sondern skizziert beim opulenten SPD-Deutschlandfest in Berlin seine Ziele: Er will ein Bündnis von Starken und Schwachen in Deutschland.

SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück glaubt trotz schwacher Umfragen an seine Chance und will bei einem Wahlsieg einen Aufbruch für mehr gesellschaftliche Gerechtigkeit in Deutschland. Als eine der ersten Maßnahmen werde er einen Mindestlohn von 8,50 Euro einführen, sagte Steinbrück am Samstag in seiner Rede beim Deutschlandfest der SPD am Brandenburger Tor in Berlin. „Am 22. September ist Wahltag, und ich will Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland werden“, betonte er. Nach SPD-Angaben fanden sich insgesamt bis zu 300 000 Menschen auf der Festmeile ein - im Mittelpunkt standen Gratis-Konzerte.
„Ich will mit Euch wieder einen Aufbruch für dieses Land erleben“, sagte Steinbrück unter dem Jubel vieler SPD-Anhänger. Er erinnerte an die Aufbruchzeiten unter Willy Brandt. Es gelte, dem Kapitalismus Grenzen zu setzen. Die SPD will Banken und Märkte stärker regulieren, damit nicht weiter Steuerzahler bei Schieflagen geradestehen müssen. Steuerbetrug will Steinbrück mit aller Härte bekämpfen.
Offizieller Anlass des Festes mit dem Auftritt Dutzender Bands wie Nena und den Prinzen war das 150-jährige Bestehen der Sozialdemokratie. Der Festakt war bereits im Mai in Leipzig gefeiert worden. Am 23. Mai 1863 war dort der SPD-Vorläufer, der Allgemeine Deutsche Arbeiterverein von Ferdinand Lassalle gegründet worden.

Wahlkampf Zweifel an Steinbrück beim Heimspiel in Mettmann

SPD-Kandidat Peer Steinbrück kämpft in seinem Wahlkreis um ein Direktmandat – und gegen skeptische Bürger.

Peer Steinbrück kämpft im Wahlkreis Mettmann um ein Direktmandat für den Bundestag. Doch der SPD-Kanzlerkandidat hat es schwer. Das zeigt auch der Besuch des 66-Jährigen bei Landwirt Gisbert Münster (li.). Der ist besorgt, ob der SPD-Pläne nach einer Einführung der Vermögenssteuer und stellt Steinbrück zur Rede. Quelle: Janis Hülder für WirtschaftsWoche

Heute gehe es nicht mehr um die Einführung des Acht-Stunden-Tages, den Sozialdemokraten durchgesetzt hätten, sagte Steinbrück in einer recht staatstragenden Rede, die seine Ziele in den Mittelpunkt stellte und nicht Angriffe auf Union und FDP. Aber heute verdienten fast sieben Millionen Menschen in Deutschland unter 8,50 Euro die Stunde. „Mit der SPD gibt es kein Vertun: Wir werden einen flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn einführen“, so Steinbrück. „Wir brauchen ein Bündnis der Starken mit den Schwachen. Und für dieses Bündnis trete ich ein.“

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