Bundeswehr: Neues Kampfschiff wird deutlich teurer

Bundeswehr: Neues Kampfschiff wird deutlich teurer

, aktualisiert 25. April 2017, 16:09 Uhr
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Die neuen Mehrzweckkampfschiffe (MKS 180) sollen Ziele in der Luft sowie über und unter Wasser bekämpfen und Landeinsätze bewältigen können.

Quelle:Handelsblatt Online

Die Bundeswehr muss für Kampfschiffe rund eine halbe Milliarden Euro mehr ausgeben. Grund seien gestiegene Anforderungen wegen der „sicherheitspolitischen Lage“. Der Typ MKS 180 soll unterschiedlichste Ziele treffen.

BerlinDie Beschaffung des Mehrzweckkampfschiffes 180 (MKS 180) wird für die Bundeswehr gut eine halbe Milliarde Euro teurer als bisher erwartet. Die Anforderungen an das Schiff seien wegen „aktueller sicherheitspolitischer Entwicklungen“ erhöht worden, heißt es in einem Schreiben von Verteidigungsstaatssekretär Markus Grübel an den Wehrausschuss des Bundestags, das Reuters am Dienstag vorlag.

„Im Ergebnis führt diese Nachjustierung zu einem zusätzlichen Finanzbedarf von rund 525 Millionen Euro für vier Schiffe.“ Bei den neuen Anforderungen gehe es um die Zukunftsfähigkeit und Flexibilität des Schiffes sowie um eine Erhöhung seiner Wirkungsfähigkeit. Zugleich seien andere Forderungen fallengelassen worden, ansonsten wären die Kosten um weitere 300 Millionen Euro gestiegen. Das MKS 180 ist eines der größten Rüstungsprojektes der Bundeswehr.

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Derzeit läuft die Ausschreibung für Entwicklung und Bau von vier Schiffen, die nach bisheriger Planung knapp vier Milliarden Euro kosten sollten. Insgesamt will Ministerin Ursula von der Leyen sechs MKS 180 beschaffen. Die Auslieferung soll ab 2023 beginnen. Im Oktober war bekanntgeworden, dass sich der Abschluss des Vertrages auf Ende 2017 und damit bis in die neue Legislaturperiode hinein verzögert.

Das MKS 180 soll in der Lage sein, Ziele in der Luft sowie über und unter Wasser zu bekämpfen sowie Landeinsätze zu führen. Die drei verbliebenen Bieterkonsortien sind nach Angaben aus Sicherheitskreisen Lürssen und TKMS, Blohm+Voss und die niederländische Damen-Werft sowie German Naval Yards und die britische BAE.

Quelle:  Handelsblatt Online
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