CDU nach Stuttgart: Grüne Realos sind das größte Risiko für die Merkel-Partei

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KommentarCDU nach Stuttgart: Grüne Realos sind das größte Risiko für die Merkel-Partei

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Seriöse Vertreter wie Fritz Kuhn oder Manfred Kretschmann machen es immer salonfähiger die Grünen zu wählen

von Christian Ramthun

In Stuttgart hat der grüne Fritz Kuhn die Oberbürgermeisterwahl gewonnen. Der CDU erodiert die Basis in den Städten.

Der Wahlsieg des grünen Kandidaten Fritz Kuhn in Stuttgart kommt nicht unerwartet. Das Land Baden-Württemberg wird längst grün regiert, Landesvater Winfried Kretschmann hat die Protestpartei bei den Bürgern im Ländle vom Bürgerschreckimage befreit. Dennoch klingeln bei der Bundesvorsitzenden der CDU, Bundeskanzlerin Angela Merkel, die Alarmglocken. Jeder Verlust in der Provinz geht zulasten der Gesamtpartei. Und inzwischen summieren sich diese Verluste in der Etappe: Frankfurt ging an die SPD verloren, NRW bleibt an rot-grün verloren, Schleswig-Holstein ging an rot-grün verloren – alles in diesem Jahr.

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Da nützt es der Kanzlerin wenig, dass die Union auf Bundesebene so strahlend wie seit Jahren nicht mehr dasteht. Wäre jetzt Bundestagswahl, könnte die Union auf rund 40 Prozent kommen, soviel wie zu den früheren Zeiten von Helmut Kohl. Die Union profitiert heute vom Merkel-Bonus einer sachlichen, kompetenten Regierungschefin, die Deutschland ruhig und unerschütterlich durch die Fährnisse des Euro-Krise steuert.

Wähler achten auf Personen statt Programme

Doch ansonsten hat es die Union - wie auch die SPD - schwer im 21. Jahrhundert. Inzwischen gibt es eine verbreitete Politiker- und Parteienverdrossenheit. Die Mitgliedzahlen der beiden Volksparteien rauschen in den Keller, bei nur noch 500.000 Mitgliedern stellt sich allmählich die Frage, ob wir es überhaupt noch mit Volksparteien zu tun haben.

Die Wähler von heute achten mehr auf Personen als auf Programme. Das gilt insbesondere für die Städte, wo die Milieus schneller als auf dem Lande aufbrechen. So ist es auch kein Wunder, dass die Grünen und (noch) die Piraten in den Städten reüssieren. Im Vergleich zu den meist verfilzten und personell ausgezehrten Alt-Parteien bieten sie oft das kleinere Übel, manchmal auch eine neue Hoffnung. Die SPD muss die neue Wahlfreiheit seit vielen Jahren schon erleiden. Erst kamen die Grünen und nahmen den Sozialdemokraten Stimmen weg, später noch die Linke dazu.

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