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CDU-Parteitag: Merkel räumt Schwächen ein

03. Dezember 2012
Die Union zeigt sich verunsichert und gespalten. CDU-Chefin Angel Merkel will die ihre Partei für das Wahljahr 2013 auf Kurs bringen. Quelle: dpaBild vergrößern
Die Union zeigt sich verunsichert und gespalten. CDU-Chefin Angel Merkel will die ihre Partei für das Wahljahr 2013 auf Kurs bringen. Quelle: dpa

Gedämpfte Stimmung bei der CDU zum Parteitag: Erneut hat sie die Wahl in einer großen Stadt verloren und streitet über Gesellschaftsfragen. Angela Merkel will trotzdem ein Aufbruchsignal für 2013. Dafür braucht sie ein gutes Ergebnis bei ihrer Wiederwahl zur Parteichefin.

Eine neue Großstadt-Wahlschlappe, Konflikte um mehr Rechte für Frauen und Homosexuelle - die CDU geht verunsichert und teilweise gespalten in ihren Bundesparteitag in Hannover. Parteichefin und Bundeskanzlerin Angela Merkel räumte am Montag mit Blick auf die CDU-Niederlage bei der Karlsruher Oberbürgermeisterwahl Schwächen in den Städten ein. Im zentralen Streit um bessere Renten für ältere Mütter deutete sie einen Kompromiss an. Von dem am Dienstag beginnenden zweitägigen Kongress erwartet Merkel eine Kursbestimmung für das Wahljahr 2013: „Wir werden die Weichen stellen (...).“ Merkel führt die Partei seit zwölf Jahren und stellt sich am Dienstag zur Wiederwahl. Die CDU-Spitze hofft auf ein Signal der Geschlossenheit.

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CDU Bundesparteitag Warum die Merkel-Partei Programm und Mitglieder verliert

Die Merkel-Partei verliert die Menschen in den Großstädten und jeden Monat 1100 Mitglieder. Nur ihre relative Größe wächst – durch programmatische Entleerung. Auch beim heutigen Bundesparteitag ist Streit programmiert.

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Zwar steht die Krise der CDU in Großstädten nicht auf der Tagesordnung in Hannover - anders als die Frauenquote und die steuerliche Gleichstellung homosexueller Paare mit Eheleuten. Die Delegierten dürften aber Analysen für die Verluste in großen Städten hören wollen. Merkel sagte: „Natürlich kann die CDU Volkspartei nur sein, wenn sie auch in den Städten stark ist.“
Der Tübinger Wahlforscher Hans-Georg Wehling sagte der Deutschen Presse-Agentur: „Der CDU gelingt es nicht mehr, das Lebensgefühl der Städter anzusprechen. (...) Vor allem junge Frauen kann sie nicht mehr erreichen. Sie wird immer mehr zur Partei der alten Männer und karrieresüchtigen jungen Leute von der Jungen Union.“

Deren Vorsitzender Philipp Mißfelder sagte: „Wir sollten mehr darüber nachdenken, wie wir im Hochstift Paderborn vielleicht von 50 auf 70 Prozent kommen, als dass wir darüber diskutieren, wie wir in Prenzlauer Berg am Rosenthaler Platz (Berlin) von 4,2 Prozent auf 5,2 Prozent kommen.“

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Kommentar | 1Alle Kommentare
  • 03.12.2012, 19:36 UhrCarla

    Die großen Schwächen der CDU sind diese:
    sämtliche verdiente, erfahrene CDU Politiker (mehrfach ehem. Ministerpräsidenten !) haben sich leider verabschiedet .
    Warum ?? Das übriggebliebene Team ist nicht sehr stark, teilw. auch noch zu jung und unerfahren. (Regierungschaos)
    Die CDU mit Frau Merkel an der Spitze ist stark verändert .
    Die Partei ist nicht wiederzuerkennen, sie irritiert ihre Wähler, scheint unzuverlässig, zu beliebig,laufend meinungswandelbar zu sein . Die Bürger sehen das anhaltende Streit-Chaos in Frau Merkels Koalition und sind diese Regierung teilw. leid .
    Sie machen noch ! nicht die Kanzlerin dafür verantwortlich !
    Viel zu viele Bürger haben das Vertrauen in diese CDU ( auch in die Kanzlerin , trotz der derzeit noch günstigen Umfragewerten ) verloren. Dies wird sich erst bei kommenden Wahlen zeigen.

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