CSU: Seehofer will sich nach Jamaika-Sondierung schnell erklären

CSU: Seehofer will sich nach Jamaika-Sondierung schnell erklären

, aktualisiert 06. November 2017, 07:55 Uhr
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Die bayerische Junge Union hat bereits offen den Rückzug des 68-Jährigen gefordert.

Quelle:Handelsblatt Online

Seit dem schlechten Wahlergebnis der CSU steht Horst Seehofer unter massiver Kritik. Auch aus den eigen Reihen kommt kräftiger Gegenwind. Nach Abschluss der Jamaika-Sondierungen will sich der Parteichef nun erklären.

MünchenCSU-Chef Horst Seehofer will sich nach Abschluss der Jamaika-Sondierungen sehr schnell zu seiner politischen Zukunft und der künftigen personellen Aufstellung der CSU äußern. „Sobald die Sondierungsphase vorbei ist, werde ich ein bis zwei Tage nachdenken und dann klar sagen, welche Formation ich mir vorstelle“, sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Montag). Bei der Gelegenheit werde er auch auf das „Kesseltreiben“ eingehen, das seit der Bundestagswahl gegen ihn betrieben werde, kündigte er an.

Seehofer steht seit dem CSU-Wahlfiasko intern massiv in der Kritik. Am Wochenende forderte die bayerische Junge Union (JU) als erste große Parteiorganisation offen den Rückzug des 68-Jährigen spätestens im kommenden Jahr. Zuvor hatten schon mehrere CSU-Bezirksvorstände in internen Sitzungen einen „geordneten“ personellen Übergang gefordert.

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Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) bekräftigte in den Zeitungen der Funke Mediengruppe, dass die CSU ihre innerparteilichen Fragen erst nach Abschluss der Sondierungen in Berlin diskutieren sollte. „Schließlich hängt vom Zustandekommen einer Jamaika-Koalition auch die personelle Aufstellung der CSU in Berlin ab.“

Auch CSU-Vize Christian Schmidt verlangte, Personalfragen hintenan zu stellen. „Es geht nicht um besondere Höflichkeit gegenüber Horst Seehofer, sondern um Unterstützung unseres nun wirklich erfahrenen Verhandlungsführers im Interesse hoher Wirkmacht der CSU“, sagte der Bundesagrarminister der „Passauer Neuen Presse“ (Montag). „Die Reihen zu schließen ist eine Verpflichtung für uns alle.“

Quelle:  Handelsblatt Online
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