Cyberwar: Bundesregierung plant Windows-Schutzhülle gegen Hacker

Cyberwar: Bundesregierung plant Windows-Schutzhülle gegen Hacker

von Sebastian Matthes

Die Bundesregierung und deutsche Unternehmen planen einen Gegenschlag gegen die wachsende Zahl von Cyberattacken. Helfen sollen dabei Computerchips, Router und Betriebssystem aus Deutschland.

Das berichtet die WirtschaftsWoche unter Berufung auf deutsche Sicherheitskreise. Vor allem die Sorge vor geheimen Hintertüren in Soft- und Hardware, durch die anschließend fremde Geheimdienste eindringen können, hat die Verantwortlichen in Alarmbereitschaft versetzt. Ein wesentlicher Baustein der Cyberwar-Abwehrstrategie wird demnach ein deutsches Sicherheitsbetriebssystem. Vorrangiges Ziel ist es, das für seine Sicherheitslücken bekannte Windows aus dem Hause Microsoft mit einer Software-Schutzhülle einzukapseln.

Die Forschungsarbeiten an diesem Schutz-System sollen - möglicherweise noch in diesem Jahr - in ein mit staatlicher Hilfe gegründetes Startup überführt werden. Als Grundlage dafür dient ein an der Technischen Universität in Dresden entwickelter Mikrokern. Unter dem Codenamen SeSaM, der für "Secure and Safe Microkernel Made in Germany" steht, fördert auch das Bundesforschungsministerium diese Arbeiten. Vor allem die Industrie ist an solch einem Sicherheitsmodul interessiert. Damit könnte sie nicht nur Rechner und Server, sondern auch Maschinensteuerungen in Kraftwerken und Fabriken vor Angriffen schützen.

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Heimlich arbeitet die Bundesregierung gemeinsam mit der Industrie zudem an einem europäischen Internet-Router. In Gesprächen mit europäischen Netzausrüstern und Forschungseinrichtungen gehe es nach Informationen der WirtschaftsWoche darum "ein leistungsfähiges Konsortium zusammenzustellen", heißt es im Bundesforschungsministerium. An dem Projekt, Codename SaSER (Secure and Safe European Routing), wollen sich neben der Deutschen Telekom auch die Netzausrüster Alcatel-Lucent, NokiaSiemensNetworks und die ADVA Optical Networking beteiligen.

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16 Kommentare zu Cyberwar: Bundesregierung plant Windows-Schutzhülle gegen Hacker

  • hoffentlich gibt das was. Da kennt man doch schlechte beispiele von staatlicher beteiligung, die zu teuer wurden, verspätet fertig wurden oder nie in betrieb gingen.

  • Wenn man sich auf Microsoft verlässt, ist man schon verlassen!!!
    Diebundesregierung ist ein Haufen von Dilletanten und idioten!!!
    Es lebe das unabhängige LiNUX!!!
    Es lebe Open Source!!!
    ihr iDiOTEN!!!

  • Das ist ja unglaublich - langweilig. Die Meilensteine der Progammierung hatte ich schon 85 im Kopf. Und ich war wahrlich keine Lichtgestalt auf dem Gebiet.
    Programmierideen sind wie butan in der Flasche; man muß sie zudrehen, damit es nicht ausströmt.

    Um Trail and Error zu vermeiden, zeichne man Struktogramme und entwickle Minimodule. Dann hat man bald einen großen Werkzeugkasten. Man braucht praktisch gar nicht zu denken. Deshalb explodiert das Netz.

    Je aufgeblähter die Programme, desto mehr Sicherheitslücken lassen sich finden. An der wachsenden Zahl von Cyberattacken ließe sich das ablesen.
    Das Netz wird mit jedem aufgeproften Programm, mit jeder if .. then Schleife, instabiler.
    Der PC ist längst eine ideologie schlimmer als der Kommunismus. Aus dessen Desastern hat man auch nichts gelernt.

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