Datenreport 2013 : Arme Menschen sterben früher

Datenreport 2013 : Arme Menschen sterben früher

Obwohl es seit Jahren einen Beschäftigungsboom in Deutschland gibt, sind mehr Menschen von der Armut bedroht - und das wirkt sich mittlerweile unmittelbar auf die Lebenserwartung aus.

Die sozial bedingten Unterschiede haben in den letzten 20 Jahren zugenommen - und wirken sich mittlerweile direkt auf die Lebenserwartung aus: Die mittlere Lebenserwartung von Männern der niedrigsten Einkommensgruppe liegt bei der Geburt fast elf Jahre unter der von Männern der hohen Einkommensgruppe. Zu diesem Ergebnis kommt der 'Datenreport', der vom Statistischen Bundesamt, der Bundeszentrale für politische Bildung, dem Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) und dem Soziooekonomischen Panel (SOEP) am Deutschen Institut der Wirtschaft. Bei Frauen beträgt der Unterschied acht Jahre. Außerdem beurteilen immer mehr Männer und Frauen aus der niedrigsten Einkommensgruppe ihren Gesundheitszustand als "weniger gut" oder "schlecht". Bei Frauen und Männern, die sehr gut verdienen, ist eine gegenläufige Entwicklung zu sehen.

Frauen sind deutlich häufiger von der Armut betroffen als Männer. Das Armutsrisiko ist vor allem in der Gruppe der 55- bis 64-Jährigen von von 17,7 Prozent im Jahr 2007 auf 20,5 Prozent im Jahr 2011 gestiegen. Jeder fünfte junge Erwachsene zwischen 18 und 24 Jahren ist armutsgefährdet. Insgesamt lag 2011 der Anteil der armutsgefährdeten Personen bei 16,1 Prozent.

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Als arm galt zu diesem Zeitpunkt jeder, der weniger als 980 Euro im Monat zur Verfügung hatte. Gleichzeitig hat die dauerhafte Armut zugenommen. Von den im Jahr 2011 armutsgefährdeten Personen waren 40 Prozent bereits in den letzten fünf Jahren arm. 2000 betrug der Anteil der dauerhaft Armen 27 Prozent.

Auf der anderen Seite stehen in 41,5 Millionen Erwerbstätige im Jahr 2012 - so viele wie noch nie. Allerdings ist das Arbeitsvolumen deutlich nieder als 1991. Dieses sogenannte „Jobwunder“ der letzten Jahre relativiert
sich allerdings, wenn nicht die Zahl der Erwerbstätigen, sondern das durch sie geleistete Arbeitsvolumen, also die Summe der Arbeitsstunden, betrachtet wird: Denn die Arbeitsstunden haben in den vergangenen 20 Jahren kontinuierlich abgenommen. Ein Grund: Immer mehr Menschen arbeiten gewollt oder unfreiwillig in Teilzeit.

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