Der Euro wird mit jedem Tag mehr zum Verhängnis für Europa, wirtschaftlich wie politisch. Wann endlich werden...
Wir freuen uns über Ihren Kommentar. Beiträge können von der Redaktion moderiert werden. Bitte bleiben Sie fair und halten Sie sich an unsere Nutzungsbedingungen
21 KommentareAb 23. Dezember 1865 gab es die Lateinische Münzunion. Dies war eine Währungsunion, welche aus Frankreich, belgien, italien, der Schweiz und Griechenland bestand.
Aufgehoben wurde diese, weil sich einzelne Staaten nicht an Vereinbarungen zur Sicherung der Stabilität der Währung hielten.
Nun ein erneutes Experiment und zur Zeit 8 Staaten halten sich wieder nicht an Vereinbarungen zur Sicherung der Stabilität der Währung. Das ganze erfolgt unter einem Dekmantel von diversen Gründen. Zur Zeit nutzen 40 Staaten und Teile von Staaten den EURO. Wollen wir hoffen dass der EURO bestand hat und unsere Hoffnung nicht von Versprechen der verantwortlichen Politiker aus diversen Ländern enttäuscht wird.
Aussteigen aus der Währungsunion- ein Traum der sich für Deutschland wohl nicht erfüllen wird., es wäre ja auch zu schön. So werden wir wohl bis zum bitteren Ende des Euro dabeibleiben müssen, die baltischen Staaten, bulgarien und Rumänien falls sie ihn noch kriegen-
bulgarien stellt heute schon mehr falsche Euro her, als sie später einmal haben dürfen, Griechenland und noch einige weitere schaufeln
schon das Grab für den Euro eine weitere Währungsreform steht uns bevor und der kleine Mann wird wieder einmal alle seine Ersparnisse verlieren. Das Gute daran: sämtliche Länder sind wieder schuldenfrei und das Spiel kann von vornew beginnen.
Der Unterschied zu allen früheren Zeiten ist aber dass sich die EU in einem tiefen Einigungsprozess befindet. Der nun in Kraft getretene Lissaboner Vertrag ist ein weiterer Meilenstein, der Euro ein anderer. Das Ziel ist klar, in 20 Jahren werden wir definitiv die "Vereinigten Staaten von Europa" haben. Der einzige Grund warum dem noch nicht so ist ist nicht meine Generation, ich bin Jahrgang 1986, sondern die Generation meiner Eltern und Großeltern die noch immer in "nationalen" Kategorien denkt, die lieber nach berlin als nach brüssel schauen. Und die stellen, nicht nur in der bundesrepublik, noch die Wählermehrheit und zudem das politische Personal. Der Euro hat sicherlich nun einige bewährungsproben zu bestehen aber das Ziel ist klar: ein europäischer Staat und ein europäischer binnenmarkt, bis es zu Letzterem kommt braucht es gewaltige ökonomische Angleichungsprozesse und dieser Übergang ist schwierig. Aber am Ende dieses Prozesses wird Europa stärker dastehen als jemals zuvor und mit solch einem großen binnenmarkt - das zeigen die USA seit langer Zeit - ist man von Problemen in der Weltwirtschaft deutlich unabhängiger. Auch darum haben die USA natürlich ein vitales interesse dass es dazu nie kommen wird. Man hätte gerne eine bipolare Zukunft aus USA und China, eine EU - mit deutlich mehr Einwohnern als die USA - ist da nicht willkommen. Man beschäftigt sich lieber weiterhin mit "Deutschland" und "Frankreich" und auch noch "Großbritannien", spielt diese Länder wahlweise gegeneinander aus und der Rest Europas spielt ohnehin keine Rolle. Das kann aber nur im interesse der USA sein, nicht in unserem.
Wenn der Herr Professor schreibt "Ohne eigene Währung aber sind sinkende Reallöhne oder relative Produktivitätszuwächse das einzige Mittel gegen chronische Handelsbilanzdefizite.", scheint er zu übersehen, dass eine Währungsabwertung sich für die betroffenen bürger sehr ähnlich einer Reallohnabsenkung verhält, da sich die Preise von importwaren verteuern und sie hiervon bei gleichbleibendem Lohn weniger leisten können.
ich finde es immer wieder faszinierend wie einseitig einige Wirtschaftswissenschaftler bestimmte Konsequenzen von wirtschaftpolitischen Handlungen ignorieren, die selbst einem Fachfremden auffallen können.
Ein Ausstieg aus der Gemeinschaftswaehrung waere das Signal, dass Europa nicht ernstgenommen werden kann.
bereits Heute besteht die Gefahr, dass die USA und China des naechste Jahrhundert unter sich aufteilen. Sicher gibt es fuer den Euro noch einige bewaehrungsproben, aber ein Zerfall der Waehrungsunion ist nicht die richtige Antwort.
Denn so koennten die italiener z.b. auch argumentieren, dass es innerhalb italiens zu viele Unterschiede gibt - geben wir dann eine "Neue norditalienische Lira" und ein "Neue sueditalienische Lira" aus?
Und was passiert dann, wenn jemand feststellt, dass Venedig besser darsteht als Turin? Gibt es dann eine "Neue norditalienische Vendig Lira" und eine "Neue norditalienische Turin Lira"?
Europa waechst durch den Euro zusammen, eine Zersplitterung ist keine Antwort...
ganz richtig. Wir brauchen den Euro nicht, denn die Länder geben so ihre Souvärenität an die globale Finazelite ab. Der Euro ist ein reiner Schwindel. Eric ich glaube du hängst irgendwelchen illusionnen von den "Vereinigten Staaten von Europa" an, Nationen müssen sich um ihre jeweillige Landeskultur und Hochsprache entwickeln, nur so kann die Kreativität und die Wirtschaft wachsen. Also zurück zur D-Mark und weg mit den Maastricht-Kriterien.
Es scheint noch immer Träumer zu geben. Die Aussage: "in 20 Jahren werden wir definitiv die "Vereinigten Staaten von Europa" haben" zeigt, dass die Leute offenbar die wirkliche Lage total verkennen. Hier herrscht Wunschdenken vor.
Europa ist ein Ansammlung von nationalen Staaten, die selbstständig ihre Politik betreiben, oftmals auch gegeneinander. Gerade auch weil die Gesetze, die von der EU beschlossen werden, nicht demokratisch zustande kommen, d.h. die Menschen in den einzelnen Mitgliedsländern keinen Einfluss darauf nehmen können, wird es keinen Fortschritt in der integration geben.
Die Leute in Schweden haben ganz andere Probleme, als die Leute in italien. Das Argument, dass es auch in italien Unterschiede zwischen Nord und Süd gibt, zeigt einmal mehr, wie schwierig das Zusammenhalten innerhalb eines Landes ist, dass wenigsten noch die gleiche Sprache spricht. Auf die EU bezogen potenzieren sich die Probleme noch.
Der Euro ist davon nicht ausgenommen. Er ist ein reines Kunstprodukt und hat seine bewährungsprobe noch nicht bestanden. Was passiert, wenn Länder wie Griechenland, Portugal, Spanien,... zahlungsunfähig werden? ist dann der Rest der Euro-Gemeinschaft bereit, einzuspringen, mit allen Konsequenzen, z.b. eines weiter sinkenden Lebensstandards? Wir wissen alle, bei Geld hört meist die Freundschaft auf.
Die "Vereinigten Staaten von Europa" sehe ich noch lange nicht. Wir haben in Europa, im Gegensatz zu den USA, Strukturen die über viele Jahrhunderte und Jahrtausende gewachsen sind. Die lassen sich nicht so einfach vom Tisch wischen. Die Hitlers und Napoleons, sowie einige Kaiser und Päpste haben es ja, teils sogar unter wesentlich günstigeren bedingungen, schon oft versucht und sind immer gescheitert. Weshalb sollte es da so ein halbgarer Euro schaffen? Wer dies annimmt zeigt einen beachtlichen Mangel an Reife und geschichtlicher Kenntnis.
Super Artikel.
Fasse mal das wesentlice zusammen.
"Wenn das Aussteigerland auf Abwertung und inflation setzt, könnten internationale Anleger ihre Mittel abziehen – und die Zinsen für Staatsschulden in die Höhe treiben."
Genau das ist der Punkt. Ausstieg und die gennaten Länder würden unmittelbar in den Staatsbankrott laufen. Aber nachdem Deutschland alles und jeden retten wird dauert wird der nötige Staatsbankrott etwas nach hinten geschoben. Dafür ist dann Deutschland auch mit dabei wenn es heisst nichts geht mehr.
Warten wir es ab 2013 wird zum Desaster werden. Weltweit.
Gute infos gibt es hier.
http://das-bewegt-die-welt.de/
Tja, Herr Fugger, vielleicht wollten uns Eric und Dennis was anderes sagen? Das wir als Europäer an uns arbeiten müssen, damit es voran geht. Und wer ernsthaft denkt, dass es D ohne Euro und mit der D-Mark besser gehen würde, übersieht da eine Kleinigkeit. Wer sagt denn das die Mark nicht noch stärker als der Euro wäre? Also Mercedes und Co würden ihre Produktion erst recht verlagern. Oder?
Wir müssen zusammenarbeiten. Aber da D ja noch nicht einmal ein Land ist wird es wohl schwierig.
Der Euro wird mit jedem Tag mehr zum Verhängnis für Europa, wirtschaftlich wie politisch. Wann endlich werden...
Kommentare zu: Ausstieg aus der Euro-Zone könnte sich lohnen
zum Artikel