Denkfabrik: ifo-Präsident Sinn lehnt Punktesystem für Einwanderer ab

Denkfabrik: ifo-Präsident Sinn lehnt Punktesystem für Einwanderer ab

Während hoch Qualifizierte das Land verlassen, werden zu viele gering Qualifizierte vom Sozialstaat angezogen, meint Hans-Werner Sinn, Präsident des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung.

Gemessen an seiner Bevölkerungsgröße, hat Deutschland die kleinste Zahl der Neugeborenen unter allen OECD-Ländern, und das, obwohl unter diesen Neugeborenen bereits ein Drittel einen Migrationshintergrund hat.

Kein entwickeltes Land dieser Erde schrumpft derzeit prozentual so schnell wie wir. Eine verkorkste Geschichte, abstruse Emanzipationsmodelle, ein kinderfeindliches Rentensystem und falsche Anreize im Steuersystem haben den Deutschen die Lust auf Kinder genommen. Das Gebiet, auf dem die Deutschen leben, entleert sich. Neue Völker drängen hinein und füllen das Vakuum.

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Wer kommt, muss besser integriert werden. Es ist ein Skandal, dass die Kinder der Immigranten in unserem dreigliedrigen Schulsystem verkommen. Sie brauchen mindestens den Pflichtkindergarten, um eine faire Chance zu erhalten.

Aber was nutzt die ganze Bildung, wenn viele der gut ausgebildeten Menschen doch wieder weglaufen. In letzter Zeit emigrierten knapp 30.000 Deutsche pro Jahr in die Schweiz, und davor waren schon sehr viele in die USA und andere Länder ausgewandert.

In den USA leben 350.000 Immigranten aus Deutschland, die über einen Hochschulabschluss verfügen. Mit seinen vergleichsweise geringen Gehältern für hoch Qualifizierte und seinen hohen Abgaben ist Deutschland kaum wettbewerbsfähig.

Deutschland zieht schlecht ausgebildete Immigranten an

Stattdessen ziehen Deutschland wie auch Frankreich speziell weniger gut ausgebildete Bevölkerungsschichten an. Während in den USA und Großbritannien etwa ein Drittel der immigrierten erwerbsfähigen Bevölkerung eine Hochschulausbildung hat, liegt dieser Wert in Deutschland und Frankreich nur bei etwa einem Fünftel.

Dass Deutschland insbesondere schlecht ausgebildete Immigranten anzieht, liegt daran, dass diese Bevölkerungsschichten zusätzlich zu ihrem Arbeitslohn eine Immigrationsprämie erhalten. Die wenigen Sozialabgaben und Steuern, die typische Immigranten zahlen, stehen nämlich in keinem Verhältnis zu den staatlichen Leistungen – vom Wohngeld bis zur freien Nutzung der öffentlichen Infrastruktur –, die sie dafür erhalten.

Nach einer etwas älteren Analyse des sozioökonomischen Panel durch das ifo Institut erzielten Immigranten während der ersten zehn Jahre ihres Aufenthalts in Deutschland im Schnitt und pro Kopf ein Geschenk von etwa 2400 Euro im Jahr.

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