Der Euro wird mit jedem Tag mehr zum Verhängnis für Europa, wirtschaftlich wie politisch. Wann endlich werden...
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20 KommentareDer mit Abstand beste Artikel, den ich seit einem Jahr zum Thema Finanzkrise gelesen habe!
Dass der Staat immer nur die second best Lösung sein kann, sieht man am Fehlverhalten von Regierung und Notenbanken in der Finanzkrise. Anstatt von Anfang für diese ganzen Milliarden an Stützung die schon versenkt wurden eine bad bank zu gründen, die den banken toxische Papiere aus der bilanz rauskauft, pumpten die Notenbanken Milliarden in den Markt und stellte der Staat blankoschecks in Milliardenhöhe aus. bis heute weiß keiner, in welcher bank noch bomben in Milliardenhöhe schlummern. Man ist keinen Schritt weiter. im Gegenteil man hat den markt noch intransparenter gemacht. Nur die Gründung einer bad bank schafft Klarheit, bereinigt bilanzen und stellt Markttransparenz wieder her. So bitter dieser Gang auch ist.
Klasse! Endlich eine Zusammenfassung der Realität, die der Mainstream (auch die Mainstream-Presse) so nicht sehen will.
Volle Zustimmung zu diesem Artikel! Die Abwrackprämie beispielsweise verhindert eine notwendige Marktbereiningung in der Autoindustrie. Künstlich wird eine Nachfrage geschaffen, die es so gar nicht gibt. in Jahren geplante käufe werden vom konsumenten nun vorgezogen, die Überkapazitäten in den unternehmen bleiben bestehen. im Jahr 2010 kommt dann das dicke Ende für die Autobauer. Nebenbei pusht die prämie auch noch die inflation wird die Ölpreise wieder treiben.
Zum Thema bad bank: Wie lagen sich Politik und Medien flennend vor Freude in den Armen, ob des blinden Aktionismus beim bankenrettungsschirm des Duos Merkel/Steinbrück. Der Geldmarkt ist immer noch dicht, die Refinanzierung der banken funktioniert immer nicht. Die Sätze sind trotz niedriger Leitzinsen am oberen Ende. Mit der sofortigen Schaffung der bad bank wäre das nicht passiert.
Absolut richtiger Ansatz auch aus meiner Sicht. Aber was nützt das? Vermutlich verkommt auch dieser Kommentar von berufener Stelle im Mainstreamgeplapper von medienwirksamen Lobbies und Politopportunisten zur Randnotiz. Wurden bisher nicht alle Warnungen vergangener Dekaden vor den Folgen ungebremster Geldschöpfung konsequent in den Wind geschlagen? Und wenn, was vermögen wir ohne die USA? Der "Magier" Alan Greenspan bspw. begründete seine Niedrigzinspolitik stets mit subjektiv getroffenen Annahmen (so u.a. dem Argument erhöhten Potentialwachstums durch erhöhte Effizienz/Produktivität). Nur die bereitschaft der Leitwirtschaft USA zur Korrektur, zur freiwilligen beschränkung und zur verbindlichen Einbindung in ein transparentes Regelwerk kann dieser Analyse konsequentes Handeln folgen lassen. Vielleicht besteht gerade dazu momentan Hoffnung.
Was für einen volkswirtschaftlichen Unsinn-die Geldmenge mit einem festen Umtausverhältnis an das Gold zu binden. Der Kapitalmarkt wäre nicht mehr existent-die Zinsen in astronomischer Höhe. Das Ende der sozialen Marktwirtschaft.
Aber Herr Professor, warum bleiben sie nicht nüchern?
"Kreditgeber haben die Sorge, dass Schuldner ihre Verbindlichkeiten nicht mehr bedienen können:" Welche Kreditgeber? Die Überschuldungssituation der Nationalstaaten ist seit mindestens 20 Jahren bekannt. Der bundesbank, später der EZb ist immer der Vorwurf gemacht worden, sie kümmerten sich zuwenig um die Konjunkturlage. im Gegensatz zur FED. Martin Feldstein sagte sinngemäß, solange Kapitalimporte Richtung US-Anleihen durch die Notenbanken funktionierten, könne man US Defizit verachlässigen und Dollar zur Wettbewerbssteigerung fallen lassen. Der EZb wurde inflationsphobie nachgesagt .
Warum haben nun private Geldgeber Angst?Greenspan beeinflusste mit großem Erfolg die Kapitalmärkte im Sinne der Kapitalhalter (z.b. 1987und 2001). Er hat vermutlich die Krise in USA und UK durch billiges Geld hinausgezögert. immobilienmärkte haben es ihm gedankt. Politiker haben weltweit Kapitalmarkt -innovation betrieben. Und schlussendlich: wo war verantwortungsbewußtes Kosten/Risiko/Ertrags-Management der Gobal-Player. Mathematiker komponierten kunstvoll Risikokalkulationen mit geringer Korrelation der Asset-Elemente, Ratingagenturen veröffentlichten diese als Dienstleistungen und Aufsichtsbehörden haben entspannt ins Okular geschaut.
bei JP Morgen hat man schon in 90ern über Risikotranfer nachgedacht. Die Moral: der Markt wird erst durch Menschen möglich. Und manchmal macht´s die Hammelherde.
Eewige Gemengelage zwischen Gier und Panik.
Der Markt ist kaputt. Nicht aber das Finanzsystem. Warum tadeln Sie in einem Guss das bestreben der Politik zu verhindernen, dass alles auf einmal kollabiert. Dann wären Kapitalgeber arm dran.
Nehmen Sie bitte ihr ideologisches biokular beiseite und diskutieren Sie bretton Woods so entspannt wie seine schöne Lage.
PS: ihre befürchtungen in Richtung Übertreibung sind zweifelsfrei korrekt.
Schöne Analyse, aber was nützt eine Wahrheit, die niemand wissen will ? Man wird weitermachen wie bisher und auf den Kollaps zusteuern - es gibt zu viele, die in dem System aus intervention und Korruption kurzfristig etwas zu verlieren haben. Die Nomenklatur aus Politik, Verwaltung und Management wird eher den dritten Weltkrieg in Kauf nehmen als ihre Pfründe zu gefährden.
Sehr guter Artikel, der auf das Kernproblen verweist : die Entkopplung der (Leit-)Währungen vom Gold. DAS jedoch war Anfang des 20. Jh. die Kardinalsünde in den USA und alle anderen Länder haben schnell nachgezogen.
Der inflationäre Geldmengenanstieg ohne Deckung ist eines der Grundübel. Darauf reagieren alle Staatsbanken gleich und versuchen zum vermeintlichen Vorteil der eigenen Wirtschaft mal mit mehr oder weniger hohen Zinsen gegenzusteuern. Daß dies nicht funktioniert, sollte spätestens jetzt jedem halbwegs selbst-denkenden Menschen klar sein. Der blöde Rest, meint wirklich, ein paar gierige amerik. banker seien an allem schuld. Macht sich halt gut in Wahljahren.....
Zustimmen kann man, dass die wahren Ursachen der Finanzkrise nicht in Schöpfung und weltweitem Vertrieb hochgehebelter und fragwürdig besicherter Derivate zu suchen ist, sondern dass dies eher ein Symptom eines Kapitalüberhangs ist, der weit vorher entstand.Dieser zeigte sich in den Preissteigerungen aller Anlageklassen von Aktien über Grundstücken bis zu Rohstoffen ebenso wie in wilden Anlageorgien im Zuge der Globalisierung (entsprechende Krisen in Lateinamerika, Russland, Asien und zuletzt im bereich der internet-Startups). Die eine Frage ist: wie wären diese Krisen ohne ein gewisses Maß an intervention zb durch internationale Agenturen verlaufen? Die zweite Frage ist: Kann man die bildung riesiger spekulativer Vermögen allein der Politik der Zentralbanken zuschreiben oder sind sie nicht eher gerade dem nicht regulierten Kapitalismus wesensmäßig?
Der Euro wird mit jedem Tag mehr zum Verhängnis für Europa, wirtschaftlich wie politisch. Wann endlich werden...
Kommentare zu: Rettungspaket: Weg in den Sozialismus
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