Kommentare zu: "Risiko ertüchtigt uns"

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21 Kommentare
  • 30.11.2008, 11:47 UhrAnonymer Benutzer: schwarze Feder

    Da mag ja schon was dran sein, aber es beschreibt eben auch genau die Motivation und Situation von Kriminellen, Versagern und Gescheiterten!

  • 30.11.2008, 12:15 UhrAnonymer Benutzer: niveaulos!

    Zitat: "Es geht nicht um moralisches, sondern um technisches Lernen."

    Natürlich geht es um Moral! Übrigens: "moralisches Lernen" ist übrigens sprachlicher Unfug.

    Zitat: "Und ich denke, dass gerade die Finanzmarktkrise zeigt, dass sich die wirtschafts-, finanz- und geldpolitischen Fehler der Großen Depression nicht wiederholen."

    So? Weshalb soll gerade(?) die heutige Finanzmarktkrise zeigen, daß sich die Finanzmarktkrise von 1929 nicht wiederholt? Woher weiß er das? Was soll das Wort "gerade"?

    Niveauloser geht es nicht.

  • 30.11.2008, 12:16 UhrAnonymer Benutzer: Hägar Schmidt

    Die Akzeptanz des Kapitalismus ist vielleicht gestiegen, aber auch die Abneigung. Genauer gesagt: die Gesellschaft ist gespalten. Diejenigen, die es nicht schaffen, die durch den Sozialstaat etablierte Glasdecke von ca. 50,000 EUR/Jahr zu durchschlagen und die Spitzensteuer-Durststrecke bis 150,000 EUR/Jahr zu schaffen, die fallen zurück und werden in ihrem Glauben bestärkt, man müsse es "den Reichen" wegnehmen, damit möglichst alle am boden sind (so versteht man in einem Sozialstaat "Gerechtigkeit").

    Diejenigen, die schon in jungen Jahren weniger fern sahen und mehr für ihre bildung taten (was meistens ein Verdienst ihrer Eltern ist), haben weitaus größere Chance, die gläserne Decke zu durchschlagen. Sie sehen, dass sie es mit eigener Leistung (und mit etwas Glück) geschafft haben, und sie sehen auch, wie hart es war und wie viele Steuern sie auf dem Weg aus der Unterschicht in die obere Mittelschicht bezahlen mußten. Sie wissen, dass die gläserne Decke durch genau diese über Jahre verteilte Steuerlast entstanden ist. Wenn sie es den künftigen Generationen gönnen, es auch zu schaffen, sind sie für eine Steuer-Flatrate und generell für Steuersenkungen.

    Dieses Prinzip gilt natürlich nicht für reiche Erben. Durch das liberale Erbschaftsrecht in Deutschland wird die im Grundgesetz verankerte Chancengleichheit vernichtet. Leute, die durch Erbe reich geworden sind, können ruhig 85% Einkommensteuer und Vermögenssteuer zahlen. Es ist ja ohnehin nicht ihr Geld.

    Kann man nun sagen, es streiten dumme mit klugen? Nein. Es sind eben unterschiedliche Lebenserfahrungen.

  • 30.11.2008, 15:56 UhrAnonymer Benutzer: Faustus34

    ich hatte gestern einen längeren beitrag zu dem Schulze Artikel geschrieben, der auch im internet über mehrere Stunden ´zu lesen war.

    Der ist nun verschwunden. Wahrscheinlich hängt das damit zusammen, dass der Schulze Artikel jetzt als Aufmacher zu sehen ist.

    ist mein beitrag verloren gegangen, oder wurde er gelöscht. Vielleicht ist es aber auch ein Fehler im Programm.

    Für eine Mitteilung wäre ich dankbar.

  • 30.11.2008, 18:34 UhrAnonymer Benutzer: c-nes

    ich finde es sehr erfrischend, daß Soziologen im Kern zu den selben Erkenntnissen kommen wie Ökonome. Auf der anderen Seite teile ich nicht die Ansicht, daß wir uns auf einem guten Weg hin zu mehr Feiheit, Leistung, Gerechtigkeit und Risiko befinden. Ein derartiges Weltbild ist die Politik nicht bereit zu kommunizieren. Die Menschen in Deutschland wollen an etwas glauben was sie nicht bekommen können, das ist der "Wohlstand ohne Leistung". Daher die zunehmende sozialistische Radikalisierung in der Gesellschaft. Nein sagen ist eben leichter als Ja sagen.

  • 30.11.2008, 19:07 UhrAnonymer Benutzer: Jörg Sänger

    Wie soll man jemanden ernst nehmen können, der einen solchen Unsinn zum Thema Klimawandel von sich gibt? Setzen, 6!

  • 30.11.2008, 19:13 UhrAnonymer Benutzer: Moritz Berger

    "ich spreche aus zwei Gründen nicht so gern von Kapitalismus. Erstens, weil mir der begriff zu normativ ist, das heißt: zu eng mit einer Kritik verknüpft, die einen Klassengegensatz beschwört."

    Da leben wir im Kapitalismus, auch Prof. Schulze :-)

    Aber der begriff Steigerungsspiel ist ihm lieber :-)


    Was wäre wohl wenn alle nur noch vom Steigerungsspiel sprechen? Schließt der begriff eine Kritik aus?


    Und:

    "Unser Alltagsleben ist heute so risikoarm wie nie zuvor. Wir sind umstellt von Garantiemächten, die dafür sorgen, dass alles läuft wie geschmiert "

    So spricht jemand der einen Lehrstuhl inne hat und am 15. des Monats seine feste besoldung erhält :-)


    ist diese Passage nicht auch entlarvend:

    "Wichtiger sind heute bildung und die Fähigkeit, den Alltag zu organisieren, mit Zeit umzugehen, artikulationsfähig zu werden – auch sich selbst gegenüber.

    Das müssen Sie uns erklären."

    Ja das müssen Sie uns erklären.


    Schade, dass dieser beitrag (wie auch meiner :-) ) zum Überflüssigen im www. gehört.

    Schade daß dem Journalisten nicht aufgefallen ist, dass nach Meinung von Prof. Schulze die Finanzkrise bereits beendet ist:

    "Und ich denke, dass gerade die Finanzmarktkrise zeigt, dass sich die wirtschafts-, finanz- und geldpolitischen Fehler der Großen Depression nicht wiederholen."

  • 30.11.2008, 22:44 UhrAnonymer Benutzer: Christian Bartsch

    Herr Schulze trifft genau den Nerv unserer Gegenwart und führt mit der "Klimakatastrophe" den Punkt ins Feld, der die Richtigkeit seiner Aussage beweist. Die geradezu hysterische behauptung der Katastrophengläubigen, der Mensch würde die Erde in einen Glutball verwandeln wiederspricht dem gesamten Wissen der Naturwissenschaften. Denn die "Klimakatastrophe" wurde erfunden, um dem normalen bürger das Fell über die Ohren und das Geld aus der Tasche zu ziehen - wofür er keinen Gegenwert erhält!ich hoffe, daß die Fianzkrise diesem Spuk ein Ende bereitet.

  • 30.11.2008, 23:03 UhrAnonymer Benutzer: Rüdiger Kalupner

    Steigerungsspiel statt Kapitalismus -
    Zu einer Kultur, die vom allseitigen, freien Steigerungsspiel der akteure organisiert wird, statt - wie heute - von der Vorherrschaft der Wachstumszwang-Absolutisten vom Typ Kapitalstockmaximierung (=Kapitalismus) zu deren Dienern gezwungen zu werden, dahin kommen wir noch im genialen Akzelerationsspiel des Evolutionsprozesses. Von Krise zu Krise lernend fortschreitend bis zur 'machtsystemfreien Gesellschaft allseits sich entwicklender Menschen'.

    Prof. Schulzes Vorstellung über den Kern unser Moderne, die er im begriff vom Steigerungsspiel fasst, ist sehr, sehr fruchtbar und aus meiner evolutionsprozess-theoretischen Sicht sehr zu begrüßen. Dieser Vorstellung fehlt nur noch die Zuspitzung auf 'maximale Steigerung' als alles organisierendes Ziel im Evolutionsprozess. Mit der Maximalismus-Ergänzung nimmt dieser Steigerungsansatz die Logik der Selektion und deren Erfolgsstrategien in den blick und wird zu einer management- und politikprojektfähigen Theorie for Everything. Auch der brückenschlag zum 'Lernen' d.h. zum Gewinn an gesicherten, erfolgs- und biographisch-relevanten informationen/Theorien wird hier möglich. Wie gelangt man zu gesicherten informationen? ist die Schlüsselfrage dieses chaosphysikalisch verstehbaren Steigerungsspiels.

    Hier enthüllt sich ein welttheoretischer Evolutionsansatz, der zur neuen, einfachen Theoriegrundlage für den revolutionären Übergang in die post-kapitalistische Weltordnung des Schöpferischen werden kann. ich spreche hier aus revolutionärer Erfahrung, wie man aus meiner Website www.die-kreativen-partei.de entnehmen kann.

  • 30.11.2008, 23:31 UhrAnonymer Benutzer: Markus

    Die reine Katastrophe, dieser Mann! Unter Risikobereitschaft versteht dieser Soziologe, das eben auch manche Dank unserer modernen Gesellschaft über die Klinge springen. Das Prinzip ist doch ganz einfach. Wo gewonnen wird, wird auch verloren. Aber die Verlierer zählen zu den Pechvögeln und Looser, mit denen hat Herr Schulze kein Mitleid. Denn wer Zertifikate von Lehmann kauft, wollte ja zu den Glücksrittern gehören, da gehört ein hohes Risiko eben dazu. Wenn ich mit aufmerksamen Menschenverstand Herrn Schulzes Aussagen lese, gehen bei mir alle Alarmleuchten an. Es ist diese masslose Selbstüberschätzung genauso wie diese Naivität, mit der unser System der sich golbilisierenden Wirtschaft als ständige Erfolgsstory gesehen wird. Volkswirtschaften haben eine naturgemässe Aggressivität gegenüber anderen Volkswirtschaften. ihr Erfolg beruht darauf, besser als andere zu sein. Wenn die Qualität nicht ausreicht, einen Preis zu rechtfertigen, dann muss es letztendlich der Preis selbst sein. Damit ist zu erwarten, dass Arbeiter in kürzerer Zeit für weniger Geld das gleiche Produkt produzieren. Spätestens jetzt reicht es nicht mehr aus, nur von technischen Vorgängen zu sprechen. Ab hier wird es moralisch. Das hat Herr Schulze leider nicht erwähnt. Und ein Klimaproblem als rein psychologisches Problem abzutun ist nicht nur leichtfertig sondern gefährlich. ich hoffe nur, das es nicht allzuviele Leute gibt, die diesem Geschwätz Glauben schenken!

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